Begabtenförderung

Lehrer aus Bayern, Hessen und Sachsen bilden sich fort

Die drei Bundesländer Bayern, Hessen und Sachsen gehen gemeinsame Wege bei der Förderung begabter und hochbegabter Schüler.

30.01.2017 Sachsen, Hessen, Bayern Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus
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Zum ersten Mal treffen sich Lehrer dieser drei Länder an der Bayerischen Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen, um sich gemeinsam über Möglichkeiten der Förderung begabter Schüler auszutauschen und fit zu machen. Vom 30. Januar bis zum 1. Februar werden in Vorträgen und Workshops Szenarien des individuellen Umgangs mit leistungsstarken Schülern diskutiert.

Gleichzeitig starten die Länder ein gegenseitiges Hospitationsprogramm, in das je acht Gymnasien eingebunden sind. Vor Ort werden die Lehrer die schon vorhandenen Erfahrungen und Lösungsansätze der anderen Gymnasien kennen lernen. Für Herbst dieses Jahres ist eine gemeinsame Fachtagung von Lehrern und Bildungsexperten der drei Länder in Dresden geplant. 

„Ein leistungsfähiges Schulsystem muss sich daran messen lassen, wie es die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft meistert. Es ist eine Frage der Chancengerechtigkeit, dabei nicht nur die leistungsschwachen, sondern auch die leistungsstarken Schüler in den Blick zu nehmen. Auch diese Schüler bedürfen einer individuell auf sie zugeschnittenen Förderung“, begründet Kultusministerin Brunhild Kurth das Engagement der drei Bundesländer.

Für Sachsen nehmen die folgenden Gymnasien an dem Programm teil: 

Kant-Gymnasium Leipzig, Glückauf-Gymnasium Dippoldiswalde/Altenberg, Goethe-Gymnasium Auerbach, Reclam-Gymnasium Leipzig, Kepler-Gymnasium Chemnitz, Lessing-Gymnasium Hoyerswerda, Humboldt-Gymnasium Radeberg, Gymnasium Dresden-Plauen

Unter der Präsidentschaft von Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth hatte die Kultusministerkonferenz 2015 erstmals eine Förderstrategie für leistungsstarke Schüler verabschiedet. Im Anschluss vereinbarten Bayern, Hessen und Sachsen bei der Umsetzung der Förderstrategie eng miteinander zusammenzuarbeiten. So organisiert eine gemeinsame Koordinierungsgruppe den Austausch zwischen den Bildungsangeboten, Netzwerken und Beratungsstellen für Begabte. Teil der Zusammenarbeit sind gemeinsame Fortbildungen für Lehrer und gegenseitige Besuche zwischen Schüler- und Lehrergruppen.


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