Teilabordnung

Lehrerlotsen für schulische Punktlandung

Der Bedarf an Lehrern an den bayerischen Grundschulen ist so groß, dass die sogenannten Lotsen, Grundschullehrkräfte an den staatlichen Gymnasien, im kommenden Schuljahr abgezogen werden.

17.07.2018 Bayern Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)
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Der Bayerische Philologenverband (bpv) sieht in dieser Situation die Chance, im Gegenzug Gymnasiallehrkräfte als Lotsen an die Grundschulen teilabzuordnen. Dort können sie für Förderunterricht, Intensivierungsstunden, Team-Teaching oder Beratungsgespräche eingesetzt werden.

Michael Schwägerl, Vorsitzender des bpv, meint dazu: „Die Kolleginnen und Kollegen aus den Grundschulen haben in den letzten Jahren an den Gymnasien gute Arbeit geleistet. Dennoch hat der Regelunterricht an den Grundschulen jetzt selbstverständlich Vorrang. Aus unserer Sicht kann der Übergang von der vierten zur fünften Klasse aber auch andersherum unterstützt werden: Erfahrene Gymnasiallehrkräfte könnten in den vierten Klassen die Kinder auf die weiterführenden Schulen vorbereiten und ganz gezielt z.B. für die individuelle Förderung oder die Binnendifferenzierung eingesetzt werden. So kann besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Leistungsniveaus der Schüler eingegangen werden. Gleichzeitig wird die bestehende Schnittstelle und Zusammen¬arbeit zwischen Grundschulen und weiterführenden Schulen auf hohem Niveau erhalten.“

Aus Sicht des bpv sollten jetzt zusätzliche Stellen am Gymnasium geschaffen werden, um dann in der Fläche erfahrene Kollegen stundenweise an die Grundschulen abzuordnen. Schwägerl weiter: „Diese Chance bietet sich jetzt: Die Köpfe sind da, es gibt genug gute Gymnasiallehrer, die keine Planstelle erhalten werden.“ Positiver Nebeneffekt: Diese On-top-Stellen könnten dann ab 2025 im Zuge des Spitzenbedarfs am Gymnasium wegen des G9 wieder zurückwandern und das bewährte Modell mit Grundschullotsen an den weiterführenden Schulen kann fortgeführt werden.


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