Schleswig-Holstein

Mangelwirtschaft an Schulen: GEW schließt sich Kritik der Eltern an Stellenstreichungen an

"Wir finden es sehr gut, dass sich die Eltern so klar und deutlich gegenüber der Landesregierung für bessere Bildung einsetzen. Gemeinsam müsste es uns doch gelingen, die Küsten-Koalition von ihrem Irrweg der Stellenstreichungen abzubringen", sagte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW am Freitag, 21. März 2014 in Kiel zum offenen Brief der Elternvertretungen an Ministerpräsident Albig. Die Eltern hatten angesichts von Unterrichtskürzungen zum kommenden Schuljahr von "Mangelwirtschaft" und "Offenbarungseid der Bildungs- und Finanzpolitik in Schleswig-Holstein" gesprochen.

21.03.2014 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Matthias Heidn schloss sich der Kritik des Landeselternbeirates voll und ganz an. "Die in den "Planstellenzuweisungserlassen" ausgewiesenen Stellen reichen hinten und vorne nicht für eine angemessene Unterrichtsversorgung an den Schulen. Die Stellenstreichungen fallen auch stärker aus als der Schülerrückgang. Die Folgen müssen die Schulen ausbaden: Weniger Unterricht, größere Klassen und Überlastung der Lehrerinnen und Lehrer."

Insgesamt erhalten die Schulen für das kommende Schuljahr 386 Stellen weniger als im laufenden Schuljahr. An Grundschulen, Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe und den noch wenigen existierenden Regionalschulen werden 241 Stellen gestrichen, an Gymnasien 135, an Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen und an Berufsbilden Schulen jeweils 5.

"Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass schon jetzt rund 1600 Stellen an den Schulen fehlen und wir für die Inklusion mindestens 1000 Stellen brauchen", erinnerte der GEW-Landesvorsitzende an Berechnungen der GEW. "Wer wie die Landesregierung in einer derartigen Situation noch Stellen streicht, ruiniert auf Dauer die Bildung in Schleswig-Holstein und gefährdet die Gesundheit der Lehrkräfte."

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden