Mehr als 114 000 Euro für die Freiwillige Ganztagsschule am Arnold-Janssen-Gymnasium in St. Wendel

Einen Bewilligungsbescheid über 114 393,33 Euro hat der Chef der Staatskanzlei, Karl Rauber, heute (28.5.04) den Steyler Missionaren als Schulträger des Arnold-Janssen-Gymnasiums in St. Wendel für den Ausbau der Freiwilligen Ganztagsschule übergeben. Mit dem Geld wird an dieser Schule das Dachgeschoss ausgebaut sowie Mobiliar für die Durchführung des Bildungs- und Betreuungsangebots am Nachmittag angeschafft.

28.05.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Damit setzt das Saarland die Verwaltungsvereinbarung um, die der Bund und die Länder letztes Jahr über das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) getroffen haben. Zuvor hatte die Landesregierung bereits seit dem Schuljahr 2002/03 die Mittel für Personalzuwendungen an die örtlichen Maßnahmeträger auf 1,53 Mio. Euro jährlich erhöht und so den Ansatz der Vorgängerregierung verzehnfacht. Karl Rauber: "Das damit eingerichtete Förderprogramm ´Freiwillige Ganztagsschule' hat in nur zwei Jahren einen sehr hohen Ausbaustand erreicht. Diese große Akzeptanz ist die Basis, auf der IZBB jetzt aufsetzt."

Am Arnold-Janssen-Gymnasium in St. Wendel werden derzeit zwei Gruppen mit 22 Kindern bis 16.00 Uhr vom Missionshaus St. Wendel betreut. Nach Abschluss der Investitionsmaßnahme für die Bildungs- und Betreuungsangebote am Nachmittag können künftig rund 80 Kinder in vier Gruppen am Nachmittag bis 16.00 Uhr betreut werden.

"Die Freiwillige Ganztagsschule im Saarland ist ein Erfolgsmodell", betonte der Chef der Staatskanzlei bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides. So hätten inzwischen 229 von 266 Grundschulen und zehn von 15 Gesamtschulen ein entsprechendes Angebot. Bei den Erweiterten Realschulen und den Gymnasien sei ein Versorgungsgrad von 50 Prozent erreicht. Bezogen auf alle Schulformen gebe es an 111 Standorten ein Angebot bis 16 Uhr, das von mehr als 2.400 Schülern angenommen werde. 2.800 Schüler nutzten die an 173 Schulen eingerichteten Angebote bis 14 Uhr. Karl Rauber: "Ganz wichtig ist die Wohnortnähe. Einer allein erziehenden Mutter nützt es nämlich nichts, wenn das nächste Ganztagsschulangebot so weit entfernt ist, dass sie ihre Kinder nicht hinbringen kann. Anders als Rheinland-Pfalz setzt das Saarland deshalb auf kurze Wege. Die hervorragende Akzeptanz bestätigt das saarländische Konzept. Die Landesregierung wird daher das Angebot noch weiter ausbauen." Bisher, so der Staatssekretär, habe das Saarland bereits 2,7 Mio. Euro aus dem IZBB-Programm bewilligt. Damit habe man an 30 Standorten die Voraussetzungen für eine Verbesserung des Bildungs- und Betreuungsangebots am Nachmittag geschaffen.

Für den Landkreis St. Wendel ergibt sich folgendes Bild: Eine Freiwillige Ganztagsschule ist an 16 Standorten eingerichtet. An neun Grundschulen gibt es 14-Uhr-Angebote, die von 125 Schülern wahrgenommen werden. Sieben Schulen haben 16-Uhr-Gruppen eingerichtet. Diese werden von 70 Schülern besucht.

Der Chef der Staatskanzlei stellte zudem heraus, dass jeder 16-Uhr-Gruppe drei Lehrerstunden zugewiesen wurden. Damit werde die Brücke zum Vormittagsunterricht geschlagen und die Qualität der Angebote gesichert. Derzeit stünden mehr als 500 Lehrerstunden zur Verfügung. "Für diesen zusätzlichen Personalaufwand investiert das Land fast eine Million Euro pro Jahr. Mit den 1,53 Mio. Euro für Zuwendungen an die Maßnahmenträger fördert das Saarland die Freiwilligen Ganztagsschulen also jährlich mit 2,5 Mio. Euro", so Karl Rauber. Außerdem habe das Land für rund 400 Mitarbeiter der Maßnahmenträger die Arbeitsplätze gesichert.


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