Mehr als 447 000 Euro aus IZBB-Mitteln für das Leibniz-Gymnasium in St. Ingbert

Einen Bewilligungsbescheid über 447 729,49 Euro hat Staatssekretär Hansgünter Lang am Montag (24.05.2004) dem Saarpfalz-Kreis für das Leibniz-Gymnasium in St. Ingbert übergeben. Mit diesem Geld wird ein Erweiterungsbau zur Durchführung des Bildungs- und Betreuungsangebots am Nachmittag finanziert.

24.05.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Er umfasst im Erdgeschoss zwei Klassenräume, zwei Betreuungsräume und eine Küche sowie im Obergeschoss vier Klassenräume. Damit setzt das Saarland die Verwaltungsvereinbarung um, die der Bund und die Länder letztes Jahr über das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) getroffen haben. Zuvor hatte die Landesregierung bereits seit dem Schuljahr 2002/03 die Mittel für Personalzuwendungen an die örtlichen Maßnahmeträger auf 1,53 Mio. Euro jährlich erhöht und so den Ansatz der Vorgängerregierung verzehnfacht.

Hansgünter Lang: "Das damit eingerichtete Förderprogramm ´Freiwillige Ganztagsschule' hat in nur zwei Jahren einen sehr hohen Ausbaustand erreicht. Diese große Akzeptanz ist die Basis, auf der das Investitionsprogramm IZBB jetzt Verbesserungen im Raumangebot und der Ausstattung ermöglicht."

Das Leibniz-Gymnasium St. Ingbert besuchen 974 Schülerinnen und Schüler. Zwei Gruppen mit 24 Kindern nehmen das Betreuungsangebot des Deutschen Roten Kreuzes bis 16 Uhr wahr. Durch den Erweiterungsbau können in Zukunft bis zu 40 Kinder betreut werden.

"Die Freiwillige Ganztagsschule im Saarland ist ein Erfolgsmodell", betonte Staatssekretär Hansgünter Lang bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides. So hätten inzwischen 229 von 266 Grundschulen und zehn von 15 Gesamtschulen ein entsprechendes Bildungs- und Betreuungsangebot. Bei den Erweiterten Realschulen und den Gymnasien sei ein Versorgungsgrad von 50 Prozent erreicht. Bezogen auf alle Schulformen gebe es an 111 Standorten ein Angebot bis 16 Uhr, das von mehr als 2.400 Schülern angenommen werde. 2.800 Schüler nutzten die an 173 Schulen eingerichteten Angebote bis 14 Uhr. Hansgünter Lang: "Ganz wichtig ist die Wohnortnähe. Einer allein erziehenden Mutter nützt es nämlich nichts, wenn das nächste Ganztagsschulangebot so weit entfernt ist, dass sie ihre Kinder nicht hinbringen kann. Anders als Rheinland-Pfalz setzt das Saarland deshalb auf kurze Wege. Die hervorragende Akzeptanz bestätigt das saarländische Konzept. Die Landesregierung wird daher das Angebot noch weiter ausbauen."

Für den Saarpfalz-Kreis ergibt sich folgendes Bild: Von den insgesamt 70 Schulen bieten 30 Standorte eine Nachmittagsbetreuung bis 14 Uhr und 17 eine Betreuung bis 16 Uhr an. 240 Schüler und Schülerinnen nehmen das Angebot bis 14 Uhr, 410 Jungen und Mädchen das Angebot bis 16 Uhr wahr.

Der Staatssekretär stellte zudem heraus, dass jeder 16-Uhr-Gruppe drei Lehrerstunden zugewiesen wurden. Damit werde die Brücke zum Vormittagsunterricht geschlagen und die Qualität der Angebote gesichert. Derzeit stünden mehr als 500 Lehrerstunden zur Verfügung, sagte der Staatssekretär. "Für diesen zusätzlichen Personalaufwand investiert das Land fast eine Million Euro pro Jahr. Mit den 1,53 Mio. Euro für Zuwendungen an die Maßnahmenträger fördert das Saarland die Freiwilligen Ganztagsschulen also jährlich mit 2,5 Mio. Euro", so Hansgünter Lang. Außerdem habe das Land für rund 400 Mitarbeiter der Maßnahmenträger die Arbeitsplätze gesichert.


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