Mehr Lehrer/innen für Schulen mit hohem Migrantenanteil

Die Bildungsgewerkschaft GEW schlägt vor, Schulen mit hohem Migrantenanteil besser auszustatten und beispielsweise bei der Lehrerzuweisung Migrantenkinder doppelt zu zählen. Dadurch kann die Förderung aller Kinder und Jugendlichen verbessert werden.

28.08.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Als erster Schritt sollten Grund- und Hauptschulen sowie Berufliche Schulen besser unterstützt werden. Wir schlagen vor, zuerst an den Grund- und Hauptschu¬len und im Berufsvorbereitungsjahr eine zusätzliche Klassen¬lehrerstunde einzuführen und den Klassenteiler zu senken. Die Lehrerinnen und Lehrer brauchen außerdem mehr Zeit und professionelle Unterstützung durch Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen", sagte am Donnerstag (28.08.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW bezeichnet es als "bildungs- und integrationspolitischen Skandal", dass der Förderunterricht für Schüler/innen mit Migrationshintergrund in den vergangenen fünf Jahren um 20 Prozent gekürzt wurde. Im Schuljahr 2002/04 gab es noch 655,3 Lehrerdeputate für Stütz- und Fördermaßnahmen, 2007/08 waren es nur noch 470,4 Deputate.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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