Referendariat

Mehr Männer als früher - aber immer noch zu wenig

Für Hamburgs neue Referendarinnen und Referendare hat der „Ernst des Lebens“ begonnen: 287 Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiV) – so die offizielle Bezeichnung – werden in den kommenden 18 Monaten im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) und in den Schulen ausgebildet.

19.08.2016 Hamburg Pressemeldung Hamburger Senat
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Die erneut große Anzahl von Bewerbern – insgesamt 1.169 junge Menschen haben sich auf die 287 Plätze beworben - zeigt: Das Referendariat in Hamburg ist nach wie vor sehr beliebt.

Dabei verteilen sich die Bewerbungen sehr unterschiedlich auf die Lehrämter. Während die Anzahl der Bewerbungen insgesamt leicht zurückgegangen ist (Februar 2016: 1.321), haben sich für das Lehramt an Beruflichen Schulen etwas mehr junge Menschen beworben als im Vorjahr. Von den aktuell 113 Bewerbern (August 2015: 97), die eine Berufsschullaufbahn einschlagen wollen, wurden knapp die Hälfte (61) eingestellt. Für das gymnasiale Lehramt ist die Bewerberzahl leicht gesunken, von 698 (1. Februar 2016) auf 658. Dennoch ist diese Schulform weiterhin am stärksten angewählt, 658 Bewerber konkurrieren hier um 92 Referendariatsplätze. Wer ohne Wartezeit einen Referendariatsplatz an den Gymnasien bekommen wollte, musste mindestens einen Notendurchschnitt von 1,5 vorweisen. Besonders günstig für eine rasche Einstellung ist die Kombination der Fächer Physik und Informatik. Da der Bedarf an Schulen hoch ist, Bewerber mit dieser Fächerkombination aber kaum vorhanden, führte hier jede Bewerbung zum Erfolg.

Für das Lehramt an Sonderschulen haben sich 84 junge Menschen beworben (Februar 2016: 107), 45 davon wurden eingestellt. Mit einer Einstellungsquote von 53,6 Prozent gehört das Lehramt Sonderpädagogik/Sonderschulen damit zu dem Lehramt mit besonders guten Einstellungschancen. Bessere Chancen bietet nur noch das Lehramt an Beruflichen Schulen: Hier liegt die Einstellungsquote bei 54 Prozent. Die Nachfrage für den Vorbereitungsdienst in der Primarstufe und in der Sekundarstufe I ist im Vergleich zum Frühjahr 2016 gesunken: Hier wurden von 314 Bewerbern 89 eingestellt (Februar 2016: 394 Bewerber). Insgesamt liegt die Einstellungsquote über alle Lehrämter hinweg bei 24,5 Prozent.

Das Durchschnittsalter der Nachwuchslehrkräfte ist mit 29,1 Jahren weiterhin niedrig wie seit Jahren nicht. Ein Viertel der neuen Referendare (25,1 Prozent) hat einen Migrationshintergrund, im Lehramt für die Primarstufe/Sekundarstufe I liegt der Migranten-Anteil sogar bei 32,6 Prozent. Was die Verteilung der Geschlechter angeht, sind wie schon in den vergangenen Jahren die weiblichen Nachwuchspädagogen deutlich in der Überzahl. Dennoch: Die Männer holen langsam auf. Im neuen Schuljahr ist der Anteil an männlichen Referendaren auf den höchsten Stand seit Jahren gestiegen - auf 33,4 Prozent (Februar 2016: 30,4 Prozent). Die meisten unterrichten an den Berufsschulen (45,9 Prozent), die wenigsten an den Grundschulen (22,5 Prozent).

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