Demokratiebildung

Mehr Mut zur Verteidigung unserer Demokratie

Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Realschullehrerverbandes (VDR), fordert im Rahmen des KMK-Präsidentschaftswechsels von den Schulen aus der Aufarbeitung der Geschichte die Grundlagen der Zukunft abzuleiten: Junge Menschen müssen sich an unseren Schulen zu mutigen Demokraten entwickeln können.

28.01.2019 Bundesweit Pressemeldung Verband Deutscher Realschullehrer
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„Am Ende des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts ist es aktueller denn je, dass gerade in der Bildung und Erziehung der jungen Menschen die historischen Erfahrungen und Lehren aus der Geschichte eine entscheidende Rolle in modernen Bildungskonzepten bilden. Dabei müssen die Heranwachsenden in der Auseinandersetzung mit historischen Entwicklungen eigene Schlüsse ziehen; sie müssen den großen Wert der Demokratie, der Menschenrechte und der Freiheit in pluralistischen Systemen erkennen, um den politischen Rattenfängern von Links und Rechts, den Feinden der Demokratie und den Geschichtsfälschern nicht in die Hände zu fallen.“

Damit stellt sich Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Realschullehrerverbandes (VDR) hinter die Forderungen des neuen KMK-Präsidenten und hessischen Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, der heute in Berlin feierlich die KMK-Präsidentschaft übernimmt. Er appellierte in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus an die Bildungsverantwortlichen, radikalen Ideologien gerade an den Bildungseinrichtungen keinen Raum zu lassen. 

„Bei allen technischen und naturwissenschaftlichen Neuerungen und Entwicklungen, in einem Zeitalter der sich rasant entwickelnden Digitalisierung, ist es von entscheidender Bedeutung, dass junge Menschen klare ethische Grundlagen, Werte und ein moralisches Fundament besitzen, das auf klaren demokratischen Grundsätzen basiert. Demokratieerziehung und politische Bildung sind entscheidende Aufgaben der Bildung und Erziehung“, so Böhm.

Populistische Parteien, antidemokratische Kräfte, europafeindliche Bewegungen und religiöse Eiferer bedrohen unsere freiheitlich-pluralistische Grundordnung. Diesen Kräften müssen sich das demokratische Gemeinwesen und grade die Schulen und Lehrkräfte in ihrer Verantwortung für die Zukunft entgegenstellen. Ein demokratisches Gemeinwesen muss gegen alle Angriffe verteidigt werden, die Menschen müssen sich an klare demokratische Spielregeln halten und menschenverachtende Ideologien gehören endgültig auf den Müllhaufen der Geschichte.

„Wir brauchen wieder mehr Mut zur Verteidigung unserer Demokratie!“, beschließt Böhm.


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