Mehr Personal für Verwaltungsaufgaben an Schulen

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Klaus Wenzel, und die Leiterin der Fachgruppe für Verwaltungsangestellte im BLLV, Petra Müller, verlangen deutliche Verbesserungen für die rund 1500 Verwaltungsangestellten an bayerischen Grund-, Haupt- und Förderschulen.

10.12.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Die zahlreichen Reformen und Reformvorhaben an den Schulen haben dazu geführt, dass die Arbeitsbelastung ständig gestiegen ist. Die Personaldecke blieb jedoch gleichbleibend dünn. Schulen mit bis zu vier Klassen müssen sogar ohne Verwaltungsangestellte auskommen. Die Arbeit wird dort vom jeweiligen Schulleiter bzw. der Schulleiterin zusätzlich erledigt. Die Einführung von jahrgangskombinierten Klassen hat zu weiteren Stellenstreichungen geführt. Wenzel und Müller fordern eine sofortige Änderung der Zuteilungsrichtlinien und die Schaffung von Stellen auch an kleinen Schulen. "Die Mehrbelastungen müssen endlich berücksichtigt werden. Vor allem aber muss die Bezahlung deutlich angehoben werden. Es darf nicht sein, dass Verwaltungsangestellte, in der Regel sind es Frauen, mit einem Hungerlohn abgespeist werden."

"Die finanzielle Situation von Verwaltungsangestellten an Schulen ist eine Zumutung", erklärte Wenzel. "Trotz der hohen Verantwortung, des hohen Arbeitspensums und der steigenden Anforderungen sind sie aufgrund von Viertel- und Drittelverträgen zum Teil schlechter gestellt als geringfügig Beschäftigte." Es wird höchste Zeit, Verwaltungsangestellte fair zu bezahlen und angemessen zu beschäftigen. Auch sollte künftig ein kontinuierliches Fortbildungsangebot an allen Schulamtsbezirken sichergestellt werden. "Bislang ist das Fortbildungsangebot vom Dienstort der jeweiligen Verwaltungsangestellten abhängig", bemängelte die Fachgruppenleiterin. "Es gibt einige Bezirke, in denen die Fortbildung zufriedenstellend läuft, in vielen anderen jedoch gar nicht." Der Bedarf an qualifizierten Verwaltungsangestellten steigt von Jahr zu Jahr. Die Schulleiter/innen müssen immer mehr pädagogische und dienstliche Führungsaufgaben erledigen. "Sie sind dringend auf gute Arbeitsbedingungen angewiesen", betonte Müller. "Obwohl der Bedarf gestiegen ist und Schulleiter oft nicht mehr wissen, wie sie die Fülle der Aufgaben erledigen sollen, sind die Beschäftigungszeiten für Verwaltungsangestellte vor allem an Grund,- Haupt- und Förderschulen extrem kurz.


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