"Mehr Sport treiben und gesünder essen"

(hib/VOM) Die Koalitionsfraktionen ([16/5258](http://dip.bundestag.de/btd/16/052/1605258.pdf)) und Bündnis 90/Die Grünen ([16/5271](http://dip.bundestag.de/btd/16/052/1605271.pdf)) haben sich in Anträgen dafür eingesetzt, dass sich die Bevölkerung besser ernährt und durch mehr Bewegung Übergewicht verhindert wird.

10.05.2007 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Nach Angaben von CDU/CSU und SPD sind derzeit in Deutschland rund 42 Prozent der Frauen und 58 Prozent der Männer zu dick. Das moderne Arbeitsleben, nicht ausreichende Bewegung, die zum Teil unausgewogene Verpflegung in Kantinen, Restaurants, Arbeitsstätten, gastronomischen Serviceeinrichtungen, in Flugzeugen, Bahn und Raststätten machten es den Menschen nicht leichter, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Die Bundesregierung wird aufgefordert, einen möglichst integrierten Ansatz mit den Themen Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung zu wählen und eine abgestimmte Strategie vorzulegen, um Über-, Mangel- und Fehlernährung zu bekämpfen. Dies gelte vor alle für Kinder und Jugendliche. Vor allem Eltern, Vereine, Medien, Ärzte, Krankenkassen, Länder, Kommunen, Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen sowie Sport- und Verbraucherverbände, die Lebensmittelindustrie und die Werbewirtschaft sollten in eine neue Initiative zur Verbesserung des Wissens um Ernährung und Bewegungsförderung einbezogen werden. Durch Kampagnen solle die Regierung darüber hinaus die Leute motivieren, sich mehr zu bewegen und häufiger und regelmäßig Sport zu treiben. Ferner müsse geprüft werden, ob und wie eine ausgewogene Ernährung von Kindern in Betreuungseinrichtungen und Schulen erreicht werden kann.

Derzeit werde auf Schulverpflegung Mehrwertsteuer erhoben, während das Essen in den Mensen der Studentenwerke unter Umständen mehrwertsteuerfrei sei. Besonders in Ganztagsschulen müssten qualitativ gute Bewegungsmöglichkeiten geschaffen werden. Der Sportunterricht sollte mindestens drei Schulstunden pro Woche umfassen.

Die Grünen plädieren unter anderem dafür, dass "bekannte Dickmacher" wie Süß- und Snackwaren sowie süße Erfrischungsgetränke nicht mehr in Verkaufsautomaten und Cafeterien der Schulen und Jungendeinrichtungen angeboten werden. Für die Werbung mit Lebensmitteln für Kinder müssten gesetzliche Regelungen geschaffen werden.

Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung zur Schulverpflegung sollten zur verbindlichen Grundlage werden, betonen die Abgeordneten. Sie treten ferner dafür ein, Netzwerke zu unterstützen, in denen Sportorganisationen, freie Träger und Schulträger ihre Angebote für mehr Sport und Bewegung im Alltag gegenseitig erweitern können. Ebenso sollte in Schulen und Kindertagesstätten eine gesunde Verpflegung in modernen Essräumen angeboten werden.

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