Mehrheit der Berliner für gemeinsamen Ethikunterricht

(redaktion/pm) 84 Prozent aller Berliner sind für einen gemeinsamen Ethikunterricht für alle Schüler. Das hat jetzt eine Repräsentativumfrage von forsa im Auftrag des Humanistischen Verbandes ergeben. Demnach sind auch vier Fünftel der Schüler dieser Meinung.

28.05.2008 Berlin Artikel

Nur 12 Prozent aller Befragten sind der Auffassung, dass Schüler, die einen christlichen oder islamischen Religionsunterricht besuchen, künftig nicht mehr am Ethikunterricht teilnehmen sollten. Die Zustimmung zum gemeinsamen Ethikunterricht sei bei den Anhängern aller Parteien und auch bei den Mitgliedern der evangelischen und katholischen Kirche außerordentlich groß, erklärte Gerd Eggers, Koordinator der Initiative Pro Ethik. Die Initiative setzt sich für den Erhalt des Pflichtfaches Ethik in Berlin ein, das die Initiative Pro Reli mit einem Volksbegehren abschaffen will.

Morgen wird sich das Abgeordnetenhaus mit dem Thema beschäftigen. An der aktuellen Stunde teilnehmen werden der Geschäftsführende Direktor des FU- Instituts für vergleichende Ethik, Prof. Dr. Michael Bongardt, und der evangelische Bischof Dr. Wolfgang Huber.

Seit 2006 gehört in Berlin das Fach Ethik in der Sekundarstufe I ab Klasse 7 zum Pflichtunterricht. Daneben steht es den Schülern frei, am Religionsunterricht teilzunehmen, der ebenfalls vom Land Berlin finanziert wird.


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