Kultusministerkonferenz

Meinungsaustausch zum Thema Erinnerungskultur

Die Auseinandersetzung von Schülerinnen und Schülern mit der jüngeren deutschen Geschichte ist in diesem Jahr ein Schwerpunktthema der Kultusministerkonferenz. Vor diesem Hintergrund hat das Präsidium der Kultusministerkonferenz am Donnerstag in Berlin einen Meinungsaustausch mit der Bundesstiftung Aufarbeitung, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und dem Verein "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V." geführt. Das Gespräch diente auch der weiteren Vorbereitung einer geplanten Empfehlung zum Thema Erinnerungskultur, die in diesem Jahr von der Kultusministerkonferenz erarbeitet und veröffentlicht wird.

13.03.2014 Pressemeldung Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann, erklärte: "Der heutige Meinungsaustausch hat wichtige Impulse und Anregungen ergeben, die auch in die geplante Empfehlung zum Thema Erinnerungskultur einfließen werden. Unbestritten ist, dass die Geschichte des 20. Jahrhunderts mit beiden Weltkriegen, der Teilung Europas und der deutschen Einheit ein wesentlicher Bestandteil historisch-politischer Bildung an unseren Schulen sein muss. Uns ist wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler die Bedeutung der historischen Zusammenhänge für die Gegenwart und Zukunft erfassen. Die Auseinandersetzung mit diesem Themenbereich in europäischer und globaler Dimension steht in direktem Zusammenhang mit der Demokratiebildung und der Menschenrechtserziehung."

Inklusion und Lehrerbildung - Gesprächsthemen mit den Lehrerorganisationen

Die Themen Inklusion und die damit verbundene Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften standen im Mittelpunkt eines Gesprächs des Präsidiums der Kultusministerkonferenz mit den Lehrerverbänden. Die Kultusministerkonferenz hat bereits für die Ausbildung von künftigen Lehrkräften vorgegeben, dass dem Umgang mit Verschiedenheit in Lerngruppen, der Inklusion sowie den Grundlagen der Frühdiagnostik eine besondere Bedeutung zukommt.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann betonte: "Die Kultusministerkonferenz sieht in der Inklusion eine große Chance für die Schulentwicklung und das Lernen, Leben und Arbeiten an unseren Schulen. Den Schulen kommt bei der Inklusion als Aufgabe für die ganze Gesellschaft eine wichtige Bedeutung zu. Sie können ein Klima des Willkommenseins und gegenseitigen Respekts etablieren. Die Arbeit wird künftig durch multiprofessionelle Teams geprägt sein, die sich aus Lehrkräften der allgemeinbildenden und berufsbildenden Lehrämter, Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen, Erzieherinnen und Erziehern und Sozialpädagogen zusammensetzen. Die KMK hat für sämtliche Studiengänge der Lehrerausbildung einen Entwicklungsprozess eingeleitet, der den Erfordernissen der Inklusion in allen Unterrichtsfächern, allen Fachdidaktiken und in der Erziehungswissenschaft Rechnung trägt."


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