Ministerin Wanka zieht positive Bilanz der KMK-Präsidentschaft 2005

Brandenburgs Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka hat heute offiziell im Bundesrat in Berlin ihr Amt als Präsidentin der Kultusministerkonferenz an die Schleswig-Holsteinische Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave übergeben.

20.01.2006 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Für das Jahr 2006 wurde Ministerin Wanka als Vizepräsidentin sowie als Sprecherin für Kultur der Kultusministerkonferenz gewählt.

Die brandenburgische Wissenschaftsministerin Wanka zog eine positive Bilanz unter die Arbeit der Kultusministerkonferenz im Jahr 2005, die durch drei wesentliche Aspekte gestützt worden sei.

"2005 kann als Jahr der Reformen bezeichnet werden," stellte Wanka fest. "So wurde die KMK durch die Reduktion ihrer Gremien und Straffung ihrer Strukturen reformiert. Die Föderalismusreform hat die Verantwortung der Länder im Bildungswesen gefestigt und damit gleichzeitig neue Möglichkeiten für die gesamtstaatliche Verantwortung der Länder eröffnet. Schließlich hat die KMK die Reform der Lehrerbildung beschlossen, bei der Eckpunkte für die gegenseitige Anerkennung von Bachelor- und Masterabschlüssen in Lehramtsstudiengängen definiert wurden."

Als zweiten Aspekt im vergangenen Jahr hob Ministerin Wanka das große Maß an Gemeinsamkeiten innerhalb der Kultusministerkonferenz hervor - auch in von Wahlkämpfen geprägten Zeiten. So sei beispielsweise 2005 ohne ideologische Barrieren ein neuer Anschub für die Exzellenzinitiative und einvernehmlich ein Zeitplan für die Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse gelungen.

Als dritten Punkt nannte Brandenburgs Wissenschaftsministerin die strategische Orientierung der Kultusministerkonferenz: "Die Konzentration auf die Kernaufgaben der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in den Bereichen Schule, Lehrerbildung und Hochschule – wie Bildungsberichterstattung, Schulleistungsvergleiche - ist das zentrale Handlungsfeld der KMK."

Die Reform der Lehrerbildung bezeichnete Wissenschaftsministerin Wanka auch als bedeutend für Brandenburgs Studierende: "Mit der Definition von Eckpunkten gewährleisten die Bundesländer nun die gegenseitige Anerkennung und Vergleichbarkeit von Bachelor- und Masterabschlüssen in den Lehramtsstudiengängen, ohne den Handlungsspielraum der Hochschulen einzuschränken. Dies ist auch für die Studierenden an Brandenburgs Hochschulen entscheidend, da sie bereits auf Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt haben."

Die Stärkung der kulturellen Bildung und die Frage, wie ästhetische Bildung besser an Kinder und Jugendliche vermittelt werden kann, wertete Wanka ebenfalls als wichtiges Thema ihrer Präsidentschaft. "Als Sprecherin für Kultur werde ich mich auch um die Folgen des demographischen Wandels für die Kultur kümmern und mich für kreative Konzepte engagieren," erklärte Ministerin Wanka. "Die Zahl der Geburten vor allem in den neuen Ländern sinkt und gleichzeitig steigt das Alter des Publikums, das kulturelle Veranstaltungen besucht. Wir brauchen deshalb eine familienorientierte Kulturpolitik, die Kindern, Jugendlichen und benachteiligten Gruppen unserer Gesellschaft den Zugang zu Kunst und Kultur eröffnet."


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