Mit der MINIPHÄNOMENTA für Technik begeistern

Warum werden Styroporkugeln zu "elektrischen Flöhen"? Und wieso kann man mit dem Ohr auch Länge hören? Grundschüler im Saarland können das jetzt auf spielerische Weise erforschen. Die saarländische Metall- und Elektroindustrie startet das Projekt MINIPHÄNOMENTA, um Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.

15.12.2008 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Am Montag, 15. Dezember 2008, stellten Georg Weisweiler, Präsident des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V. (ME Saar) und Dr. Susanne Reichrath, Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarlandes, in der Ganztagsgrundschule Rastpfuhl in Saarbrücken die MINIPHÄNOMENTA der Öffentlichkeit vor. Mit diesem Projekt können die saarländischen Grundschüler Naturwissenschaft und Technik spielerisch erleben. Getragen wird es von ME Saar in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur.

Die MINIPHÄNOMENTA ist eine Wander- und Erlebnisausstellung für alle saarländischen Grundschulen mit über 50 mobilen Experimentierstationen, an denen die Kinder selbständig Fragen stellen, experimentieren, beobachten und den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung erfahren können. Sie lernen zum Beispiel, dass ein Stein an Gewicht verliert, wenn er ins Wasser gelassen wird und die elektrischen Flöhe zeigen ihnen, wie man durch Reibung Elektrizität erzeugen kann.

"Ob Magnetfelder, Solarmühle oder Elektrische Flöhe - wir möchten den saarländischen Grundschülerinnen und -schülern damit zeigen, wie faszinierend Technik sein kann", so Georg Weisweiler.

Nach einer zweiwöchigen Erkundungsphase, während der die MINIPHÄNOMENTA an einer Schule ist, bauen Eltern, Lehrer und Förderer die Experimentierstationen für den dauerhaften Verbleib an ihrer Schule nach. Sie tragen so maßgeblich dazu bei, das Interesse ihrer Kinder für Naturwissenschaften und Technik nachhaltig zu verankern.

"Naturwissenschaftlich-technische Bildung braucht ein sicheres und tragfähiges Fundament, und zwar eigene Erfahrungen, die im täglichen Leben oft nicht mehr geboten werden", so Prof. Dr. Lutz Fiesser, Direktor des Instituts für Physik und Chemie und ihre Didaktik an der Universität Flensburg, der die MINIPHÄNOMENTA entwickelt und erprobt hat.

Eine Schule, in der fürs Leben gelernt wird, ist daher in besonderem Maße gefordert, ihre Schülerinnen und Schüler so früh wie möglich auch an Naturwissenschaften und Technik heranzuführen. "Außerdem gilt es die individuellen Fähigkeiten - gerade auch im naturwissenschaftlichen Bereich - weiterzuentwickeln. Dabei leistet die Schule eine wertvolle Unterstützung. Insofern stellt die Förderung von Interesse an Naturwissenschaft und Technik für mich persönlich, aber auch für die saarländische Landesregierung ein wichtiges Anliegen dar", bekräftigte Staatssekretärin Dr. Susanne Reichrath.

Der pädagogische Ansatz ist einfach. Kinder sind neugierig, sie möchten die Vorgänge in ihrer Welt verstehen; langatmige Vorträge oder schwer verständliche schriftliche Erklärungen helfen wenig - selber machen ist der Schlüssel.

ME Saar unterstützt die Grundschulen, indem die Fortbildungen der Lehrkräfte, das Lehrmaterial sowie die Experimentierstationen für eine je zweiwöchige Ausleihe finanziert und zur Verfügung gestellt werden. Die MINIPHÄNOMENTA ist damit Teil der Initiative von ME Saar "Für Technik begeistern", die den Stellenwert der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) verbessern sowie das Interesse von Kindern und Jugendlichen für naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen nachhaltig wecken soll. Im Hinblick auf den immer deutlicher werdenden Mangel an technisch-naturwissenschaftlich ausgebildeten Fachkräften ist die Entscheidung eines jungen Menschen für einen solchen Beruf eine zukunftsorientierte Entscheidung. Der Verband engagiert sich in den kommenden Jahren mit jährlich etwa 350.000 Euro für dieses und viele weitere Bildungsprojekte. Gemeinsam mit seinen Mitgliedsfirmen beweist er so seine gesellschaftspolitische Verantwortung, den Standort Saarland nachhaltig aufzuwerten.

Kontakt:

Joachim Malter
Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V.
Harthweg 15
66119 Saarbrücken
Tel.: 0681-954 34 22
Fax: 0681-954 34 52
E-mail:


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden