GEW:

Mit grünen Sparplänen scheitern die geplanten Reformen

Die Bildungsgewerkschaft GEW zeigt sich alarmiert von den Plänen der Grünen zum Abbau von rund 5.000 Lehrerstellen bis 2016.

20.11.2013 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Ohne bisher ein Finanzkonzept für die versprochenen und notwendigen Reformen wie den Ausbau der Ganztagsschulen und der Inklusion zu haben, wird die weitere Streichung von Lehrerstellen beschlossen. Offenbar soll die konzeptlose Sparpolitik fortgesetzt werden. Wenn nur ein Teil der geplanten Reformen angepackt werden soll, geht das nicht, wenn gleichzeitig weiter mit dem Rasenmäher Lehrerstellen gestrichen werden und nicht transparent dargestellt wird wie und mit welchen finanziellen Mitteln Bildung besser wird", sagte am Mittwoch (20.11.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW verweist darauf, dass die Lehrerbedarfsprognose des Bildungs¬wissenschaftlers Prof. Dr. Klaus Klemm für Baden-Württemberg aus dem Jahr 2012 bisher die einzige Grundlage ist, in der berechnet wurde, was ein Teil der im Koalitionsvertrag verankerten Reformen kosten würde. Dazu zählt zum Beispiel auch die Umsetzung der Inklusion, zu der Baden-Württemberg gesetzlich verpflichtet ist. Diese Lehrerbedarfsprognose hatte ergeben, dass es bis 2016 keinen Spielraum für Stellenstreichungen gibt, selbst wenn nur ein Teil der versprochenen Reformen umgesetzt würde.

Lehrerbedarfsprognose der GEW: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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