Mittlere Reife nach neun Jahren ist Stückwerk

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bezeichnet die von Kultusministerin Annette Schavan unterstützte Verkürzung des Abschlusses der Mittleren Reife am Gymnasium als "Stückwerk".

05.08.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Damit wird es fast unmöglich, dass Schüler anderer Schularten später auf das Gymnasium wechseln können. Wenn Gymnasiasten nach neun Jahren die Mittlere Reife erreichen können, werden zudem die Schülerinnen und Schüler an den Realschulen und Hauptschulen bei der Suche nach Ausbildungsplätzen benachteiligt", sagte am Freitag (05.08.) der GEW-Landesvorsitzende Rainer Dahlem.

Die Bildungsgewerkschaft macht sich für längere gemeinsame Schulzeiten stark und wendet sich gegen die frühe Trennung der Kinder nach der vierten Klasse. "Schavan macht sich unglaubwürdig, da sie einerseits jede Debatte über Schulstrukturen blockiert, andererseits aber mit diesem Vorschlag Strukturen zu Lasten von leistungsschwächeren Kindern und Jugendlichen verändert. Wir brauchen nach der Landtagswahl 2006 eine grundlegende Debatte über die Schulstrukturen in Baden-Württemberg", so Dahlem.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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