Neue Werkrealschule sorgt nicht für Trendwende

"Die von Kultusminister Helmut Rau im Dezember 2008 angepriesene neue Werkrealschule als Lösung für die Krise des gegliederten Schulsystems wird von den Eltern nicht akzeptiert. Die Übergangsquoten auf die Hauptschule gehen weiter zurück", sagte am Dienstag (19.01.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

19.01.2010 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die Bildungsgewerkschaft schlägt vor, neue Wege in der Schulentwicklungsplanung zu gehen. Das vergangene Woche vorgestellte Schulentwicklungsgutachten bis 2025 hat ergeben, dass in drei Viertel der Gemeinden im Südwesten alle Bildungsgänge der Sekundarstufe 1 angeboten und viele Schulschließungen verhindert werden könnten, wenn die Kinder nicht weiter nach der vierten Klasse getrennt werden und länger gemeinsam lernen.

Zum Schuljahr 2009/10 wechselten von 107.100 Grundschülern 40,2 Prozent (Vorjahr 39,7) auf Gymnasien. Auf die Realschulen gingen 34 Prozent (Vorjahr 34) und 24,6 Prozent (Vorjahr: 25,1) auf die Hauptschulen.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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