Schulentwicklung

"Neues Kapitel der ‚Schulsozialarbeit‘ an Bayerns Schulen"

Kultusminister Bernd Sibler stellt neues Programm vor: "Weiterentwicklung des pädagogischen Angebots durch multiprofessionelle Teams"

10.08.2018 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
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„Mit dem kommenden Schuljahr 2018/2019 beginnt ein neues Kapitel der Schulsozialarbeit! Wir schaffen an den Schulen erstmalig Stellen für 60 Sozialpädagoginnen und -pädagogen und bauen diese in den kommenden Jahren auf 200 aus. Für die Persönlichkeits- und Wertebildung eröffnen sich so weitere Möglichkeiten und noch größere Spielräume“, gab Kultusminister Bernd Sibler heute in München bekannt. „Ich freue mich sehr, dass wir unsere Schulen bei ihrer engagierten und vielseitigen Arbeit noch stärker unterstützen können und das pädagogische Angebot an unseren Schulen weiterentwickeln. Wir machen einen wichtigen Schritt hin zu multiprofessionellen Teams“, so der Minister.

Die neuen Schulsozialpädagoginnen und -pädagogen werden die Schulfamilie insbesondere bei der Präventionsarbeit, Persönlichkeitsentwicklung und Wertebildung unterstützen. Bei den umfassenden Bildungsangeboten und Projekten, die Schulen hierzu bereits durchführen, können sie helfen, neue Akzente zu setzen. Schulsozialpädagoginnen und -pädagogen entwickeln beispielsweise Projekttage zur Prävention von Gewalt und Mobbing für Schülerinnen und Schüler. Für Eltern können sie bei themenspezifischen Gesprächsrunden Ansprechpartner sein und für Lehrerinnen und Lehrer schulinterne Lehrerfortbildungen anbieten. Darüber hinaus stehen sie als schulische Ansprechpartner für externe Partner der Werteerziehung, insbesondere in Projekten der schulbezogenen Jugendarbeit, zur Verfügung.

„Auch die Schulpsychologinnen und -psychologen stärken wir weiter. Mit 40 zusätzlichen Stellen zu den bislang rund 1.070 können wir das Netz der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen der schulpsychologischen Beratung noch enger knüpfen“, betonte Minister Sibler. Die zusätzlichen Schulpsychologinnen und -psychologen ermöglichen es, die schulpsychologische Betreuung der Schülerinnen und Schüler weiter zu verbessern und besondere Beratungsfelder zu stärken. Für die Grundschulen werden die bereits bestehenden Förder- und Beratungsstellen für Kinder mit besonderen Schwierigkeiten beim Lernen von Mathematik ausgeweitet. Damit wird ab dem Schuljahr 2018/2019 an jedem staatlichen Schulamt eine entsprechende Förder- und Beratungsstelle vorhanden sein. Auch schulartübergreifende schulpsychologische Tätigkeiten in der Krisenintervention (KIBBS) und der Mobbingprävention können ausgebaut werden. In den nächsten Jahren sollen insgesamt 300 zusätzliche Stellen geschaffen werden.

Schulpsychologinnen und -psychologen beraten darüber hinaus Eltern und Schülerinnen und Schüler vertrauensvoll sowohl bei pädagogisch-psychologischen Fragen als auch zur Schullaufbahn. Ebenso können sich Lehrerinnen und Lehrer an diese wenden. Zudem arbeiten sie mit anderen schulinternen wie externen Beratungsdiensten zusammen: Hierzu zählen u.a. die Beratungslehrerinnen und -lehrer, die Staatlichen Schulberatungsstellen oder auch Jugendämter und Erziehungsberatungsstellen.

„Lehrerinnen und Lehrer, Schulsozialpädagoginnen und -pädagogen und Schulpsychologinnen und -psychologen bilden mit ihren Kompetenzen ein starkes Team. Mit dem neuen Programm zur Schulsozialarbeit wollen wir die große Bedeutung der Werte- und Persönlichkeitsbildung junger Menschen an unseren Schulen deutlich unterstreichen.“


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