Neues Pilotprojekt des Landes überlässt zehn Schulen eigenverantwortliche Mittelbewirtschaftung

In Sachsen-Anhalt sollen die Schulleiterinnen und Schulleiter künftig größere Befugnisse bei der Bewirtschaftung der ihnen zugewiesenen Haushaltsmittel erhalten. Seit dem Schuljahresbeginn 2004/05 wird deshalb die Führung von so genannten "Selbstbewirtschaftungskonten" in einem Pilotprojekt des Landes erprobt.

29.10.2004 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

An dem Pilotprojekt sind zehn allgemein bildende Schulen verschiedener Schulformen beteiligt. Diese Schulen erhalten ein Budget für Lehr- und Lernmittel, Reisekosten für Dienstreisen und Schulfahrtenzuschüsse für Schülerinnen und Schüler. Jede der zehn Schulen bewirtschaftet die ihr als Budget zugewiesenen Haushaltsmittel im Rahmen der Rechts- und Verwaltungsvorschriften des Landes Sachsen-Anhalt. Die Schulaufsicht unterstützt die Schulen hierbei.

"Die Erweiterung der Selbstständigkeit der Schulen durch Führung von "Selbstbewirtschaftungskonten" bildet einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Qualitätsverbesserung schulischer Arbeit.", so Staatssekretär Winfried Willems über das Pilotprojekt. "Die Einzelschule wird als Handlungseinheit anerkannt und gefördert, ihr Profil kann auf diese Weise stärker ausgebildet werden." Zugleich werde die Identität der Schule gestärkt und ein fruchtbarer Wettbewerb unter den Schulen ermöglicht.

Das Pilotprojekt wurde in enger Zusammenarbeit des Kultusministeriums mit dem Finanzministerium, der Oberfinanzdirektion, der Landeshauptkasse und dem Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen.

In Sachsen-Anhalt wird die Erprobungsphase zunächst zwei Jahre dauern. Die dabei gewonnenen Erfahrungen werden halbjährlich ausgewertet. Zugleich soll geprüft werden, inwiefern eine Erweiterung des Schulbudgets um andere Positionen möglich ist und unter welchen Voraussetzungen das Verfahren auf alle Schulen des Landes übertragen werden kann.


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