Brandenburg

Neues Schuljahr: Etwa 20.500 Erstklässler erwartet

Zum kommenden Schuljahr rechnet Bildungsminister Günter Baaske mit etwa 20.500 Einschulungen. Die dafür notwenigen Aufnahmegespräche laufen derzeit an den etwa 435 öffentlichen Grundschulen und Grundschulen an Oberschulen. Für das Schuljahr 2015/16 beginnt die Schulpflicht für alle Kinder, die bis zum 30. September 2009 geboren sind.

07.04.2015 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Zu den Aufnahmegesprächen müssen die Ergebnisse der schulärztlichen Untersuchung vorliegen. Diese Untersuchung durch die Gesundheitsämter ist verpflichtend für alle Kinder. Auf Grundlage der schulärztlichen Stellungnahme und des Gesprächs der Schulleitung mit den Eltern und dem Kind, entscheidet die Schulleitung über eine Aufnahme oder Zurückstellung. Dazu erhalten die Eltern einen förmlichen widerspruchfähigen Bescheid.

Das Verfahren zur Aufnahme in die Grundschule kann von den Schulen mit Vorliegen der Daten für die zukünftigen Schülerinnen und Schüler beginnen und muss einschließlich der schulärztlichen Untersuchung bis Ende Mai 2015 abgeschlossen sein.

Für eine Zurückstellung sind, entgegen gelegentlich anderslautender Meldungen, keine zusätzlichen ärztlichen Begutachtungen notwendig. Um den Wunsch nach Zurückstellung zu untermauern, können Eltern aber zusätzliche ärztliche Atteste vorlegen.

Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre ist damit zu rechnen, dass mindestens zehn Prozent der Kinder von der Schulpflicht zurückgestellt werden. Im laufenden Schuljahr waren es 13,9 Prozent. Die Zurückstellung erfolgt zumeist auf Antrag der Eltern. Die Entscheidung darüber trifft die jeweilige Schulleitung.

Bildungsminister Günter Baaske: "Wir haben die Verfahren für Zurückstellungen landesweit vereinheitlicht und nachvollziehbar gestaltet. Da es immer Argumente für einen früheren oder späteren Stichtag gibt und die Kinder ganz unterschiedlich in ihrer Entwicklung sind – aber ein Stichtag notwendig ist – haben wir die Schulleiterinnen und Schulleiter sensibilisiert, im Rahmen der rechtlichen Regelungen den Elternwunsch entsprechend zu berücksichtigen."

Für das Schuljahr 2014/15 wurden von den 2.019 Anträgen für Kinder, die im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. September geboren wurden, 1.880 Anträge auf Zurückstellung genehmigt (93,1 Prozent).

Baaske hat die Veränderung der Grundschulverordnung zur Einschulung bereits unterschrieben. Sie soll in Kürze im Gesetz- und Verordnungsblatt veröffentlicht werden. Obwohl sie erst zum 01. August 2015 in Kraft treten wird, können sich die Schulen bereits danach richten. Das gilt insbesondere für die Formblätter zum Zurückstellungsverfahren, die den Schulen vorliegen.

Baaske: "Mit der präzisierten Regelung in der Grundschulverordnung schaffen wir alle Beteiligten Rechtssicherheit."

Zugleich verweist er darauf, dass zum letzten Schuljahresbeginn etwa 300 Kinder auf Antrag vorzeitig eingeschult wurden.

Baaske: "Viele Kinder sind glücklich, endlich in die Schule gehen zu können. Sehr gut ist, wenn die Kitas und Schulen miteinander verzahnt sind und damit ein guter Übergang ermöglicht wird."


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