Noch viel zu viele volle Klassen

"In den Realschulen und Gymnasien, aber auch an den großen Grund- und Hauptschulen gibt es noch viel zu viele volle Klassen. Wir brauchen für diese Schulen mehr Lehrerinnen und Lehrer, um Klassen zu verkleinern und einzelne Kinder besser individuell fördern zu können", sagte am Montag (21.01.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

21.01.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Die GEW weist darauf hin, dass es landesweit extrem unterschiedliche Bedingungen in den Grund- und Hauptschulen gibt. "Wir haben kleine einzügige Schulen, in denen 14 Kinder pro Klasse unterrichtet werden und große mehrzügige Schulen, in denen sich 30 Kinder in viel zu kleine Klassenräume quetschen. Individuelle Förderung ist dort kaum möglich", so Dahlem. In diesem Schuljahr sind an vielen Schulen Förderangebote gekürzt worden und viele Schulen berichten im GEW-Internetportal von anhaltendem Unterrichtsausfall. "So lange sich diese Situation nicht verbessert, dürfen freiwerdende Stellen nicht in einem Verschiebebahnhof für andere Projekte im Bildungssystem abgezogen werden. An erster Stelle muss die Verbesserung der Lernbedingungen stehen", sagte Dahlem.

Die Bildungsgewerkschaft setzt sich für eine langfristige Lehrerbedarfsplanung ein. "Die Landesregierung kann langfristig planen, für welche Schularten und welche pädagogischen Projekte Lehrerstellen eingesetzt werden. Ein ähnliches Chaos wie bei der Lehrereinstellung im Sommer 2007 darf nicht mehr passieren", so Dahlem.

21.-24.01.08, Hotline Lehrereinstellung: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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