PISA-Studie 2006: Positiver Trend setzt sich fort - Eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen

Am heutigen Dienstag wurden in Berlin die Ergebnisse der PISA-Studie 2006 vorgestellt. Dabei verbesserte sich Deutschland im Schwerpunkt der Studie, den Naturwissenschaften, deutlich und liegt nun über dem OECD-Schnitt. In Deutsch und Mathematik kam es nur zu einer leichten Verbesserung.

04.12.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Es freut mich sehr, dass sich der positive Trend der IGLU-Studie fortsetzt. Auch die PISA-Ergebnisse unterstreichen, dass wir mit den Ansätzen in Deutschland auf dem richtigen Weg sind. Die Ergebnisse von PISA verdeutlichen aber auch, dass es unsere Bemühungen weiter zu intensivieren gilt", erklärt Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Kultur.

"Insbesondere müssen wir in ganz Deutschland sozialschwache Kinder mit Migrationshintergrund gezielt unterstützen und fördern. Deshalb haben wir im Saarland bereits eine ganze Reihe von wichtigen Maßnahmen für eine langfristige und nachhaltige Verbesserung des Bildungsangebots auf den Weg gebracht. Wir setzten unter anderem auf frühes Lernen schon im Kindergarten. Das Programm Früh Deutsch lernen bringt Migrantenkindern auf einen Sprachstand, der ihnen einen guten Einstieg in die Schule ermöglicht. Hinzu kommt viel mehr Unterricht in der Grundschule sowie mehr individuelle Förderung. Gerade auch für Schülerinnen und Schüler, die den Hauptschulabschluss anstreben, haben wir vielfältigen Maßnahmen, unter anderem zur Senkung der Schulabbrecherquote, gestartet. Dies wird uns mittelfristig auch bei PISA weitere Verbesserungen bringen", so Bildungsministerin Kramp-Karrenbauer abschließend.

Für die saarländische Landesregierung hat das Thema Qualitätssicherung in der Bildung einen hohen Stellenwert. Als Beispiele seien genannt:

  • Freistellung der Eltern von den Kosten des dritten Kindergartenjahres - mit der Folge, dass nahezu alle Kinder den Kindergarten besuchen (Saarland als erstes Bundesland),
  • vielfältige Initiativen im Bereich des Frühen Lernens (Bildungsprogramm für Kindergärten)
  • die massive Erhöhung der Stundentafel in der Grundschule um 13 von 89 auf 102 Stunden und die damit verbundene erhebliche Ausweitung von Förderunterricht für alle,
  • vielfältige Maßnahmen zur Erhöhung der Lesekompetenz,
  • Sprachförderunterricht für Kinder mit Migrationshintergrund an 50 Pflichtschulen in der Sekundarstufe 1,
  • die Einführung landesweiter Orientierungs- und Vergleichsarbeiten,
  • die Einführung bzw. Wiedereinführung zentraler Abschlussprüfungen,
  • vielfältige Projekte und Modellversuche, wie z.B. der Modellversuch Selbstständige Schule, der Modellversuch Du schaffst das! zur Senkung der Schulabbrecherquote oder Projekte zur Schulentwicklung,
  • Einführung eines freiwilligen 10. Schuljahres für Schülerinnen und Schüler an Förderschulen Lernen mit dem Ziel Erwerb des Hauptschulabschlusses,
  • die Einführung einer systematischen Qualitätssicherung in Schulen durch externe Evaluation.

Informationen über PISA / Teilnahme saarländischer Schulen: PISA untersucht, wie gut die Schülerinnen und Schüler im Alter von fünfzehn Jahren auf Herausforderungen der Wissensgesellschaft vorbereitet sind. Die Erhebungen werden mit einem abgestimmten Testprogramm in einem Abstand von drei Jahren durchgeführt.

PISA untersucht Kompetenzen in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Lesen. In jeder Erhebungsrunde wird jeweils eine Domäne als Schwerpunkt vertiefend analysiert. In PISA 2000 stand die Lesekompetenz im Zentrum, in PISA 2003 die Mathematik. Bei PISA 2006 erhielten die Naturwissenschaften als Hauptgebiet den größten Teil der Testzeit.

An PISA 2006 beteiligten sich 57 Staaten (30 OECD-Staaten und 27 Partnerstaaten). International wurden etwa 400.000 Schülerinnen und Schüler getestet. In Deutschland nahmen 225 Schulen, davon 3 im Saarland, am internationalen Vergleich teil.

Auch bei PISA 2006 nahm Deutschland wieder die Möglichkeit wahr, die Stichprobe so zu erweitern, dass aussagekräftige Vergleiche zwischen den Bundesländern durchgeführt werden können. Für diesen Zweck wurde die Stichprobe um ca. 1300 zusätzliche deutsche Schulen, davon 69 aus dem Saarland, aufgestockt. Die Ergebnisse des Ländervergleichs werden im Spätherbst 2008 präsentiert.


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