IQB-Bildungstrend 2016

Politik muss sich Verantwortung stellen!

„Wer Ressourcenverweigerung zum bildungspolitischen Prinzip und finanzpolitischen Kalkül macht, braucht sich wirklich nicht über die Ergebnisse wundern“, kommentiert Udo Beckmann, VBE-Bundesvorsitzender, den heute erschienenen IQB-Bildungstrend 2016.

13.10.2017 Bundesweit Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
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„Das größte Problem ist doch: Vom Messen allein wird sich nichts verändern. Wer ein Haus baut, sollte eben nicht nur messen, wie viele Türen fehlen, sondern erst einmal Geld für die Anschaffung bereitstellen. Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft wird bei der finanziellen und personellen Ausstattung der Schulen und Fortbildung der Lehrkräfte nicht ausreichend mitgedacht. Deshalb können die Kinder nicht ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend gefördert werden. Es erstaunt uns nicht, dass sich dies gerade im Grundschulbereich besonders auswirkt. Es ist doch bezeichnend, wenn mit jeder neuen Studie so umgegangen wird, als wüssten wir nicht längst, wo die Herausforderungen liegen.“ 

Der seit Jahren zunehmende Lehrermangel wirkt sich aus. Im Grundschulbereich sind inzwischen in einigen Bundesländern über die Hälfte der Neueingestellten keine originär ausgebildeten Lehrkräfte. Deshalb fordert Udo Beckmann: „Wir brauchen konkrete Maßnahmen, wie der Lehrermangel behoben werden kann. Aber das, was die KMK gestern hat verlauten lassen, ist an Unverbindlichkeit kaum zu übertreffen. Wenn es uns nicht gelingt, schnellstmöglich wieder auf originär ausgebildete Lehrkräfte in den Schulen zugreifen zu können, wird sich der festgestellte Negativtrend weiter verstärken.“


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