Qualitätsentwicklung zum Nulltarif

Die Bildungsgewerkschaft GEW befürchtet nach dem Beschluss des Ministerrats das Aus für die Fremdevaluation an den Schulen in Baden-Württemberg.

03.03.2009 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Statt der erwarteten Zulagen von bis zu 1.000 Euro will die Landesregierung nur zwischen 250 und 450 Euro für diese wichtige und verantwortungsvolle Arbeit bezahlen. Mit dieser geringen Zulage wird das Kultusministerium nicht die ausreichende Anzahl von Fremdevaluatoren und Fachberaterinnen und Fachberater finden und riskiert das Ende der notwendigen Qualitätsentwicklung an den Schulen", sagte am Dienstag (03.03.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW kritisiert auch, dass gleiche Arbeit weiterhin unterschiedlich bezahlt werden soll und die Evaluatoren und Fachberater/innen je nach Schulart bezahlt werden. Obwohl sie in Teams arbeiten, gibt es hier Einkommensunterschiede von bis zu 1.000 Euro.

Derzeit sind 50 Evaluatoren im Einsatz, die Zahl soll auf 120 erhöht werden. Dazu kommen die Fachberater, die bisher Anrechnungsstunden auf ihre Unterrichtsverpflichtung erhalten und in Zukunft ein volles Deputat für ihre Beratungstätigkeit bekommen sollen. Im Schuljahr 2009/10 werden 460 Schulen an der Fremdevaluation teilnehmen, im darauf folgenden Schuljahr 650 und danach 700 Schulen jährlich.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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