Digitalisierung

Realschule gezielt weiter gestalten – jetzt die Weichen richtig stellen

Die Gestaltung der Digitalisierung an der Realschule, die schulrechtliche Bewertung der „Fridays for future“-Schülerdemonstrationen und der Übertrag der Tarifergebnisse auf Bayern waren die wichtigsten Themen auf der Frühjahrstagung des Landesvorstandes des Bayerischen Realschullehrerverbandes in Straubing.

01.04.2019 Bayern Pressemeldung Bayerischer Realschullehrerverband
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Mit Blick auf die Digitalisierung an der Realschule hat sich das Gremium einstimmig für zeitgemäße Antworten ausgesprochen. „Im Landesvorstand waren wir uns einig, dass der Prozess der Digitalisierung künftig nicht nur unser erfolgreiches Unterrichtsfach Informationstechnologie betrifft, sondern sukzessive in allen Unterrichtsfächern ankommen muss“, erläutert der Landesvorsitzende des brlv, Jürgen Böhm.  Immer mit der Anbindung an IT gelte es nun Lösungen und Vorschläge vor Ort zu entwickeln, um Unterricht mit digitalen Medien und die Themen der Medienbildung in jedem Fach aufzugreifen. „Das Thema Digitalisierung ist zu vielschichtig, um es auf die reine Informatik zu verengen“, war klare Haltung im Vorstand. Es gelte vielmehr das Profil der Realschule zu schärfen und den berufsorientierenden Fokus der Schulart nicht aus den Augen zu verlieren. „Was wir nicht brauchen sind Stundentafeldiskussionen, die letztendlich zu nichts führen, da wir nur über Fächer und nicht über Inhalte reden“, bilanziert Böhm. Im Mittelpunkt bei allen Maßnahmen müsse immer stehen, was beim einzelnen Schüler ankommt und einer qualitativen Weiterentwicklung nutzt. Es gelte bei den aktuellen Herausforderungen die Weichen jetzt richtig zu stellen.

Auch beim Thema der „Fridays for future“- Schülerdemonstrationen bestand Einigkeit im Landesvorstand. „Schulpflicht ist nicht verhandelbar und muss umgesetzt werden“, wiederholte Böhm seine Position. Umweltthemen seien elementar für junge Menschen, sollten aber zielgerichtet im Unterricht und in schulischen Projekten aufgegriffen werden. „Jeder Schüler kann an seiner Schule vor Ort einen Beitrag zum Umweltschutz leisten“, so Böhm. Viele Forderungen, die in den letzten Wochen in der Öffentlichkeit diskutiert wurden, seien zwar wichtig, aber müssten jetzt im Kleinen mit konkreten Inhalten gefüllt werden. „Strom einzusparen oder beim Einkauf auf das Tierwohl zu achten, sind zwei Bespiele, bei denen jeder es selbst in der Hand hat etwas zu tun“, brachte es ein Landesvorstandsmitglied auf den Punkt.

Insgesamt positiv wurden die erzielten Tarifergebnisse bewertet. „Die Zusage des Freistaats das Tarifergebnis auf die bayerischen Beamten zu übertragen, ist eine hohe Wertschätzung unserer täglichen Arbeit an den Schulen“, ist Böhm überzeugt und begrüßt hierbei auch die Tatsache, dass das so genannte Weihnachtsgeld in Bayern entgegen des Tarifergebnisses nicht eingefroren wird. „Bei allen im Zuge der Digitalisierung zu diskutierenden Fragen unserer Schulart, ist dem brlv klar, dass wir uns in Bayern im bundesweiten Vergleich  auf einem guten Niveau befinden“, so Böhm am Ende der Tagung.


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