GEW Baden-Württemberg

Realschulen stärken!

Die Bildungsgewerkschaft GEW nennt das Konzept zur Weiterentwicklung der Realschulen ein wichtiges Signal für die Schüler/innen und die 13.500 Lehrer/innen an diesen Schulen.

20.11.2014 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Es ist gut, dass der Kultusminister die Vorschläge der GEW und der Schulleitungen an Realschulen aufgegriffen hat. Lehrerinnen und Lehrer an Realschulen brauchen zusätzliche Ressourcen und veränderte Lernkonzepte. Der Umgang mit Heterogenität ist an allen Schulen die zentrale Herausforderung. Die Realschulen haben die größten Klassen und die heterogenste Schülerschaft der weiterführenden Schulen", sagte am Donnerstag (20.11.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW organisiert die meisten Lehrer/innen an den Realschulen im Südwesten. Derzeit werden etwa 230.000 Schüler/innen an 429 öffentlichen Realschulen von 13.500 Lehrkräften unterrichtet.

Die GEW hatte sich in Gesprächen mit der Arbeitsgemeinschaft der Realschulrektoren und Kultusminister Andreas Stoch dafür stark gemacht, dass die Schulen zusätzliche Mittel für den Umgang mit der großen Heterogenität an den Schulen erhalten. Zur Weiterentwicklung gehört unter anderem, dass die Klassen 5 und 6 als Orientierungsstufe gestaltet werden, zeitweise in Kernfächern temporäre leistungsdifferenzierte Kurse eingerichtet werden und auch der Hauptschulabschluss in der Schule erworben werden kann. "Damit wird dazu beigetragen, dass wir schwächere Schülerinnen und Schüler nicht zu Verlierern unseres Bildungssystems machen", sagte Moritz.

"Derzeit haben beim Wechsel an die Realschule 18,4 Prozent der Schüler eine Gymnasialempfehlung und 24,3 Prozent eine Empfehlung für die Haupt-/Werkrealschule. Für den Umgang mit dieser Heterogenität brauchen wir die versprochenen zusätzlichen Poolstunden sowie Unterstützung bei der Schul-, Unterrichts- und Teamentwicklung. Schülerinnen und Schüler zu unterschiedlichen Bildungsabschlüssen zu führen ist eine pädagogische Herausforderung", sagte Moritz.

Ansprechpartner

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