Reform der Schulverwaltung ist erster Schritt

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Reform der Schulverwaltung als "ersten Schritt für eine Entwicklung einer modernen Verwaltungsstruktur". Die GEW schlägt allerdings vor, ein zusätzliches Schulamt in Mannheim einzurichten und die 27 schulpsychologischen Beratungsstellen zu erhalten.

03.04.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Die Schulämter müssen in der Lage sein, die Schulen auf ihrem Weg zu mehr Eigenständigkeit durch Experten zu unterstützen. Dies geht besser, wenn die hohe Fachkompetenz in der baden-württembergischen Schulverwaltung in 21 Ämtern gebündelt wird statt wie bisher in 44 Einheiten. Wir verstehen allerdings nicht, warum die für Gymnasien und Beruflichen Schulen zuständigen Schulabteilungen in den Regierungspräsidien bei der Reform ausgespart blieben. Obwohl es keine fachlichen Gründe gegen eine grundlegende Reform gibt, hat sich hier die CDU nicht gegen die FDP durchsetzen können", sagte am Donnerstag (03.04.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die GEW hofft, dass bei der Neuregelung die gute Zusammenarbeit zwischen den Jugendämtern und Schulabteilungen in den Landratsämtern erhalten bleibt und macht sich für einen Stopp des Stellenabbaus aus. "Von 1993 bis 2003 sind 16 Prozent der Stellen in der Schulverwaltung gestrichen worden. Wenn wie geplant durch die Verwaltungsreform 2004 hier weitere 20 Prozent bis 2011 eingespart werden, würden die Schulen im Regen stehen. Wie sollten 172 Schulrätinnen und Schulräte 73.000 Lehrkräfte an über 3.500 Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen beraten, fortbilden und bei der Schulentwicklung begleiten?", so Dahlem.

In Mannheim gehen 24.000 Kinder und Jugendliche zur Schule, es gibt viele soziale Brennpunkte und einen hohen Migrantenanteil. Die GEW schlägt deshalb vor, dort ein zusätzliches Schulamt zu schaffen, das nur für die Großstadt zuständig ist.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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