Saure Heringe von "sauren" Lehrerinnen und Lehrern

Saure Heringe von "sauren" Lehrerinnen und Lehrern gab es für die Mitglieder des Koaltionsausschusses der Großen Koalition am Montag, 9.7.07 vor Beginn der Sitzung. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) protestierte mit dieser Aktion vor dem Gästehaus der Landesregierung gegen die geplante zu hohe Lehrverpflichtung von Lehrkräften an Gemeinschaftsschulen.

09.07.2007 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

"Schulreformen sollen wieder einmal auf dem Rücken der Lehrkräfte ausgetragen werden", kritisierte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn die Pläne der Landesregierung. "Weder ein Drei-Klassen-Recht bei der Arbeitszeit nach Laufbahn noch eine Festlegung auf 26,5 Stunden sind für uns akzeptabel. Beide Modelle machen aus dem "Beginn einer neuen Ära im schleswig-holsteinischen Bildungssystem", wie es Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave so schön formulierte, einen katastrophalen Fehlstart, weil sie die Motivation der Lehrerinnen und Lehrer in den Keller treiben."

Matthias Heidn wies darauf hin, dass die GEW die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein nach wie vor für sinnvoll halte. "Wie aber soll bei einer so hohen Lehrverpflichtung von 26,5 Stunden Dynamik für ein neues und besseres Schulsystem entstehen? Wie sollten Lehrerinnen und Lehrer bei dieser Belastung mit heterogenen Schülergruppen umgehen?", fragte der GEW-Landesvorsitzende.

Auf genauso wenig Gegenliebe stieß bei ihm die Idee aus Regierungskreisen, die Lehrkräfte nach ihrer Laufbahn unterrichten zu lassen. Sie werden dann also nicht nur unterschiedlich bezahlt (Besoldungsgruppen A 12 bis A 14), sondern ihre Pflichtstundenzahl differiert von 24,5 bis 28 Stunden. An den alten Gesamtschulen läuft dieser Plan auf eine Erhöhung der Pflichtstundenzahl von jetzt 25,5 auf 27 oder 28 (je nach Laufbahn - mit Ausnahme der Gymnasiallehrer) hinaus.

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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