Resolution

Schlechter Unterricht fördert Lern- und Schulfrust bei allen Beteiligten

Die Schule von heute steht vor der Herausforderung, angemessen mit der Entwicklung einer stärker werdenden Heterogenität in der Schülerschaft umzugehen.

16.05.2018 Bundesweit Pressemeldung Bundeselternrat
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Der Lehrkräftemangel strapaziert diese Situation dramatisch. Im Ergebnis führt das dazu, dass verstärkt QuereinsteigerInnen mit unterschiedlicher Qualifikation unterrichten und im Kollegium integriert werden müssen. Deshalb ist die Qualifizierung künftiger Schulleitungen vor Amtsantritt - im Sinne guter Personalentwicklung, Schulmanagement und curricularer Arbeit - und nach wie vor gut aus- und fortgebildete Lehrkräfte die Bedingung für eine hohe Unterrichtsqualität an den Schulen.

Auch wenn wir die verstärkte Nutzung von neuen Lehr- und Lernmethoden gestützt durch neue Medien fordern, um damit die Möglichkeiten bei der individuellen Wissensvermittlung zu verbessern, bleibt die SchülerInnen-LehrerInnen-Beziehung entscheidend für den Lernerfolg in der digitalisierten Welt. 

Und: Jede Schule muss den Anforderungen der Digitalisierung in der Bildung gerecht werden. 

Lehren und Lernen muss transparent gestaltet sein, damit SchülerInnen selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihren Lernprozess steuern können. Nur so können SchülerInnen Verantwortung für ihr Lernen übernehmen. Daher ist eine strukturierte und verbindliche Unterrichtsgestaltung ein weiterer Faktor für die Qualität.

Bildungsstudien zeigen: Die Qualität des Unterrichts ist vielerorts stark verbesserungswürdig. Wichtig sind etablierte, ständige Prozesse für die Qualitätsverbesserung. Unabdingbar ist, die Schülerinnen und Schüler an der Unterrichtsentwicklung zu beteiligen.

Darüber hinaus bedarf die Unterrichts-Qualitätssicherung einer regelmäßigen Evaluation und einer funktionierenden Teamkultur.

Um die Qualität des Unterrichtes zu erkennen und zu verbessern ist also Folgendes notwendig: 

  • Austausch zwischen den Lehrkräften
  • Teambildung
  • Regelmäßiges, (ritualisiertes) Feedback durch Schülerinnen zum Unterricht
  • Selbstreflexion
  • Regelmäßige (Fremd-)Hospitation, Evaluation und Schulinspektion.

Vielfältige Möglichkeiten und Tools zur Verbesserung der Unterrichtsqualität stehen bereits zur Verfügung. So ist eine funktionierende und gelebte Teamkultur mit multiprofessionellem Kollegium einschließlich Schul- und Jugendsozialarbeit für alle Schulformen entscheidend. Gerade auch im Hinblick auf eine immer vielfältigere Schülerschaft. Und: Eine gelebte Feedbackkultur muss nachhaltig Wertschätzung erfahren.  

Das Schulsystem und die Unterrichtsinhalte müssen sich dem gesellschaftlichen Wandel anpassen, sodass sie den aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen entsprechen. In einer sich wandelnden Welt wandeln sich auch die Lerninhalte. Neben Faktenwissen ist Orientierungswissen von Bedeutung - ebenso das fachübergreifende und vernetzte Lernen. Dabei müssen neben den fachlichen Qualifikationen Sozialkompetenz und Verantwortungsbewusstsein gestärkt werden.

Starke Schüler brauchen starke Schulen.

Ansprechpartner

Bundeselternrat

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