Bildungsausgaben

Schleswig-Holstein kämpft mit NRW um rote Laterne

Schleswig-Holstein ist auf dem besten Wege in Zukunft nicht nur das waldärmste, sondern auch das bildungsärmste Bundesland in Deutschland zu werden. Das belegen heute (26.4.2012) veröffentlichte [Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden](http://bildungsklick.de/pm/83430/ausgaben-fuer-oeffentliche-schulen-2009-5-500-euro-je-schuelerin-und-schueler/).

26.04.2012 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Danach gaben die öffentlichen Haushalte in Schleswig-Holstein für die Ausbildung einer Schülerin oder eines Schülers an allgemeinbildenden öffentlichen Schulen im Jahr 2009 durchschnittlich 5400 Euro aus (Bundesdurchschnitt: 6000 Euro). Nur Nordrhein-Westfalen liegt im bundesweiten Vergleich mit 5200 Euro noch etwas niedriger als das nördlichste Bundesland. Spitzenreiter ist Thüringen mit 7900 Euro.

Zieht man nur die Personalausgaben heran, so bilden Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 4000 Euro gemeinsam das Schlusslicht (Bundesdurchschnitt: 4400 Euro). An der Spitze steht auch hier Thüringen mit 5700 Euro. Das Nachbar-Bundesland Hamburg gibt mit 5000 Euro immerhin noch 1000 Euro mehr aus als Schleswig-Holstein.

"Auch wenn Geld nicht alles ist, belegen diese Zahlen klipp und klar, dass Schleswig-Holstein zuwenig Geld in Bildung investiert. Für die kommende Landtagsmehrheit, egal, wer sie denn nun stellen mag, kann das nur heißen: Verzicht auf die Streichung von Lehrerstellen und alle finanziellen Mittel im Bildungssystem belassen!", sagte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW in Kiel zu den Zahlen aus Wiesbaden.

Bemerkenswert sei aus seiner Sicht auch die Entwicklung der Bildungsausgaben seit 1995. Während zum Beispiel Rheinland-Pfalz die Ausgaben von 4200 auf 5200 Euro habe steigern können, schaffe Schleswig-Holstein nur eine Erhöhung um 500 Euro. Bundesweit betrage der Anstieg seit 1995 sogar 1200 Euro. Lediglich in Bremen sei der Anstieg der Bildungsausgaben noch niedriger ausgefallen.

Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes finden sie hier: www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2012/04/PD12_145_211.html

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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