Schüler engagieren sich für Verkehrssicherheit

Im Rahmen der Saar-Gemeinschaftsinitiative "Verkehrssicherheit - jetzt!" haben Schülerinnen und Schüler der Drucktechniker-Klasse am Technisch-gewerblichen Berufsbildungszentrum (TGBBZ) Saarbrücken II an einem landesweiten Verkehrssicherheitsprogramm teilgenommen. Dabei haben die jungen Auszubildenden zu dem Thema "Unfallrisiko junger Fahrer" 13 unterschiedliche Plakatmotive von professioneller Qualität entworfen, die geeignet sind, zukünftig an teilnehmenden Schulen ausgestellt zu werden.

09.06.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Im Rahmen einer Veranstaltung unter Beteiligung von Kultusminister Jürgen Schreier und Innen-Staatssekretär Gerhard Müllenbach hat die Leitung der Schule die Arbeiten heute (9.6.04) öffentlich vorgestellt.

Kultusminister Jürgen Schreier zeigte sich erfreut über die Qualität der Plakate. "Das Thema Verkehrssicherheit geht uns alle an. Wie Statistiken belegen, sind es gerade die jungen Fahrerinnen und Fahrer, die am häufigsten in Verkehrsunfälle verwickelt sind. Die Schülerarbeiten zeigen, dass sich die jungen Leute intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Ich würde mich freuen, wenn dieses Beispiel auch bei anderen Schulen Schule macht", erklärte Schreier.

"Gerade im Segment der jungen Fahrer bemerken wir seit Jahren extrem hohe Unfallzahlen. Deshalb bemühen wir uns seit längerem bereits speziell um die Ansprache dieser Zielgruppe, um deren Sensibilisierung für vernünftiges, angepasstes Fahren ohne Drogen. Das Programm 'Verkehrssicherheit - jetzt!' sowie die 13 von den Schülern entworfenen Plakate helfen uns, die jungen Fahrerinnen und Fahrer in ihrer Sprache anzusprechen. Dadurch gelingt es uns, in dieser Zielgruppe glaubwürdig die hohen Unfallzahlen und ihre Folgen transparent und zum Thema zu machen", sagte Innen-Staatssekretär Gerhard Müllenbach.

Die Saar-Gemeinschaftsinitiative "Verkehrssicherheit - jetzt!" wurde im September vergangenen Jahres von Kultusminister Jürgen Schreier und Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer gestartet. Ziel ist es, bei jungen Fahrern das spezifische Unfallrisiko, Verantwortung im Straßenverkehr und die Konsequenzen verkehrswidrigen Verhaltens bewusst zu machen und so zu einer selbstkritischen Einstellung beizutragen.

Das Projekt gliedert sich in theoretische und praktische Schwerpunkte und reicht vom Unterrichtsgespräch bis zu fahrpraktischen Übungen auf dem Verkehrsübungsplatz. Zielgruppe sind alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 12 an beruflichen Schulen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass in dieser Schulform die eigentliche Risikogruppe der 18- bis 24-jährigen ideal repräsentiert ist.

Seit dem Start im letzten Jahr absolvierten - bis März - über 2 400 Schülerinnen und Schüler das Sicherheitsprogramm. Bis zum Schuljahresende werden es insgesamt ca. 3 640 sein.

An der Gemeinschaftsinitiative beteiligen sich neben der Landespolizeidirektion die Landesverkehrswacht, der ADAC und der Landesverband der Fahrlehrer Saar.


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