Schüler stärken – mehr Zeit für Kinder und Jugendliche

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt die Einführung der Kompetenzanalyse an Haupt- und Sonderschulen, regt aber an, dass die Instrumente der Kompetenzanalyse für alle Schüler/innen an allen Schularten genutzt werden sollten.

19.05.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Wir wünschen uns eine stärkere individuelle Begleitung der Kinder und Jugendlichen und mehr Arbeit in Kleingruppen, damit das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler gestärkt wird und sie mehr Spaß am Lernen entwickeln. Die Kompetenzanalysen sollten an allen Schulen und in allen Klassen selbstverständlich werden. In unseren überfüllten Klassenzimmern ist man aber von dieser Art der individuellen Förderung momentan noch meilenweit entfernt", sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der GEW am Montag (19.05.) in Stuttgart.

Die GEW bewertet die Kompetenzanalyse als wichtige pädagogische Verbesserung, glaubt aber nicht, dass damit die Krise der mehrgliedrigen Schulstruktur behoben werden kann. Die GEW berichtet, dass Lehrer/innen, die bereits heute mit ähnlichen Methoden arbeiten, positive Rückmeldungen geben. "Der Blick auf die einzelne Schülerin und den einzelnen Schüler wird geschärft, sie fühlen sich ernst genommen und arbeiten dadurch engagierter und ehrgeiziger", so Moritz.

Die Kompetenzanalyse wird vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und von der Bundesagentur für Arbeit unterstützt. Das Kultusministerium fördert das Projekt mit einer Unterrichtsstunde pro Schüler in der 7. Hauptschulklasse. Insgesamt werden für die landesweit 1.200 Hauptschulen rund 60 Lehrerstellen benötigt. "Diese Zahl ist lächerlich gering. Wir erwarten einen deutlich höheren Einsatz der Landesregierung für eine bessere individuelle Förderung"; sagte Moritz.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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