Brandenburg

Schülerrückgang im Schuljahr 2010/11 nur noch in der Sekundarstufe II

Im Schuljahr 2010/11 werden im Land Brandenburg ca. 273.000 Schülerinnen und Schüler die Schulen besuchen, im Schuljahr 2009/10 waren es noch rund 280.000. Damit verringert sich die Gesamtschülerzahl um ca.7.000.

18.08.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

In der Primarstufe lernen ca. 121.000 Schülerinnen und Schüler. Das sind etwa 900 Schüler mehr als im Schuljahr 2009/10 mit 120.095. Die Zahl der Einschulungen befindet sich mit ca. 19.500 vergleichbar auf Höhe der Vorjahre und wird sich auch in den nächsten Jahren auf diesem Niveau bewegen.

In der Sekundarstufe I ist ein weiterer Anstieg der Schülerzahlen um ca. 4.000 auf ca. 72.000 Schülerinnen und Schüler zu verzeichnen. Dagegen setzt sich in der gymnasialen Oberstufe der Schülerrückgang um ca. 5.000 auf ca. 23.000 Schülerinnen und Schüler noch fort.

Auch an den beruflichen Schulen (ohne berufliche Gymnasien) des Landes ist im Schuljahr 2010/11 ein weiteres deutliches Absinken der Schülerzahlen zu ver-zeichnen. Mit ca. 54.000 werden die beruflichen Schulen rund 7.000 Schülerinnen und Schüler weniger unterrichten als im Vorjahr mit 61.067. Wie in der gymnasialen Oberstufe sind auch hier die geburtenschwachen Jahrgänge Ursache des kontinuierlichen Rückgangs.

Zur Abdeckung des Unterrichts an den öffentlichen Schulen stehen gemäß Haushaltsplan 16.453 Vollzeit-Lehrerstellen zur Verfügung. Die Lehrer-Schüler-Relation verbessert sich dabei von 15,5 auf 15,4. Trotz des noch bestehenden Lehrerüberhangs werden im Land Brandenburg zum Schuljahresbeginn 400 Lehrkräfte neu eingestellt. Im Verlauf des Schuljahres folgen weitere 50 Lehrkräfte.

Entwicklungen im brandenburgischen Schulnetz * öffentliche Schulen: Das brandenburgische Schulnetz setzt sich im Schuljahr 2010/2011 im Bereich der allgemeinbildenden öffentlichen Schulen folgendermaßen zusammen:

  • 445 Grundschulen (einschl. Grundschulteilen an Grund- und Oberschulen oder Grund- und Gesamtschulen),
  • 120 Oberschulen,
  • 20 Gesamtschulen,
  • 75 Gymnasien,
  • 17 berufliche Gymnasien an OSZ und
  • 89 Förderschulen.

Zum Schuljahr 2010/11 wurde ein berufliches Gymnasium neu errichtet. An 18 Gesamtschulen und 16 beruflichen Gymnasien an OSZ wurde eine Jahrgangsstufe 11 eingerichtet. Damit besteht ein flächendeckendes Netz des 13-jährigen Wegs zum Abitur.

Zum Ende des Schuljahres 2009/10 wurden auf Grund von Schülermangel planmäßig zwei Grundschulen, drei Oberschulen und zwei Gymnasien aufgelöst. Für alle Schulen stand das Auslaufen schon lange fest. Sie verfügten nur noch über wenige Klassen in den obersten Jahrgangsstufen.

Ausblick: Schulnetz stabil

Das Schulnetz ist erstmals seit vielen Jahren vollkommen stabil. An allen im Schuljahr 2010/11 bestehenden 445 Grundschulen und 215 weiterführenden Schulen konnten Klassen in der Jahrgangsstufe 1 bzw. Jahrgangsstufe 7 eingerichtet werden. Gleiches gilt auch für die gymnasialen Oberstufen an den 75 Gymnasien, 18 Gesamtschulen und 17 beruflichen Gymnasien.

Zuwächse bei Schulen in freier Trägerschaft:

Das Netz der allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft wird im Schuljahr 2010/2011 nach vorläufigen Daten insgesamt 127 Schulen umfassen. Im vergangenen Jahr waren es 125 Schulen. Dabei handelt es sich um

  • 59 Grundschulen (vorher 58),
  • 21 Gymnasien (vorher 22),
  • 36 weiterführende Schulen in der Sekundarstufe I ( vorher 34) sowie
  • 11 Förderschulen (keine Änderung).

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden