Schuldenstopp verschieben

Ein Teil der zu erwartenden Steuermehreinnahmen des Landes soll für die Unterstützung der Schulsozialarbeit verwendet werden. Dies schlagen die Bildungsgewerkschaft GEW und der neu formierte Landesverband der Schulsozialarbeiter/innen vor.

24.08.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Ministerpräsident Oettinger und Kultusminister Rau stehen im Wort. Sie haben beide zugesagt, über die Landesmittel für Schulsozialarbeit neu zu diskutieren, wenn wieder mehr Geld im Staatssäckel ist. Jetzt haben sie die Chance, die dringend notwendigen Mittel für das Schuljahr 2007/08 frei zu geben", sagte Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), am Freitag (24.08.) in Stuttgart.

Ohne die Unterstützung von Sozialpädagogen, die als Schnittstelle zwischen Schule und Jugendhilfe fungieren, ist Unterricht kaum noch denkbar. "Schulsozialarbeit zahlt sich aus, sie ist kein Luxusgut, sondern eine notwendige Investition. Das wurde in Baden-Württemberg leider aus den Augen verloren, wir haben hier einiges nachzuholen", sagte Stefan Rückert vom baden-württembergischen Landesverband Schulsozialarbeit.

Notwendigkeit und Erfolge der Schulsozialarbeit sind unbestritten. Zum Beispiel wird der Rückgang der Gewaltstraftaten an Schulen zwischen 2001 und 2003 um 15 Prozent auch auf die Arbeit der Sozialpädagog/innen zurückgeführt, die 2003 noch mit 2,18 Millionen Euro aus Landesmitteln gefördert wurde. Bereits 1999 empfahl die Enquetekommission "Jugend–Arbeit–Zukunft" den Ausbau von Sozialarbeit an allen Schulen. "Angesichts voller Klassen bleiben im kommenden Schuljahr für Lehrerinnen und Lehrer kaum noch Spielräume für so wichtige Themen wie Gewaltprävention, Drogenberatung und Hilfe bei der Lehrstellensuche", sagte Dahlem.

Weitere Informationen: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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