Schuljahr 2005/06: Weichenstellungen bis 2011

"Wir begrüßen die Kurskorrektur von Ministerpräsident Günther Oettinger. Aufgrund weiter steigender Schülerzahlen brauchen wir nicht nur 2007 und 2008 zusätzliche Lehrerstellen, sondern auch ein Lehrer¬bedarfskonzept bis 2011. Die Wählerinnen und Wähler müssen vor der Wahl erfahren, wie viele Stellen in Zukunft für pädagogische Reformen, Ganztagsschulen und die Verbesserung der Unterrichtsversorgung eingesetzt werden", sagte am Dienstag (30.08.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Ge¬werkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

30.08.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Jede zweite Lehrkraft ist für eine Änderung des bestehenden Pflichtstundenmodells. Dies ergab eine Lehrerarbeitszeit-Studie der Universität Freiburg, die heute in Stuttgart vorgestellt wurde. Bei der repräsentativen Stichprobe wurden 661 GEW-Mitglieder aus allen Schularten befragt. Die Mehrheit der Pädagog/innen erhofft sich von neuen Arbeitszeitmodellen, die Schüler/innen besser fördern und die Qualität der alltäglichen Arbeit steigern zu können. Eine große Mehrheit der Befragten wünscht bessere Informationen über alternative Arbeitszeitregelungen.

"Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass Lehrerinnen und Lehrer eine Arbeitszeitregelung begrüßen, die ihre Arbeit transparenter machen könnte. Die Stammtischparolen über lange Ferienzeiten bestimmen immer wieder die öffentliche Diskussion, obwohl sich in den vergangenen Jahren die Arbeitsbedingungen an den Schulen kontinuierlich verschlechtert haben und alle Arbeitszeitgutachten die hohe Belastung der Lehrkräfte bestätigen. Eine neue Arbeitszeitregelung muss auch das Ziel haben, das Image der Lehrerinnen und Lehrer zu verbessern", sagte die stellvertretende Landesvorsitzende Barbara Haas.

Weitere Informationen und Arbeitszeitstudie: www.gew-bw.de

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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