Schulklima aus Wertschätzung, Respekt und Vertrauen

Die Bildungsgewerkschaft GEW begrüßt die Einrichtung des Landtags-Sonderausschusses zu Konsequenzen aus dem Amoklauf in Winnenden. "Wir haben uns von Anfang an für eine sachliche und differenzierte Aufarbeitung des Amoklaufs eingesetzt und voreilige Analysen und Forderungen abgelehnt. Der Sonderausschuss sollte sich besonders mit der Frage beschäftigten, wie ein Klima an den Schulen geschaffen werden kann, das die Gefahr solcher schrecklichen Taten minimiert", sagte Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Mittwoch (22.04) in Stuttgart.

22.04.2009 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Gewaltprävention ist für die Bildungseinrichtungen und die gesamte Gesellschaft ein zentrales Thema. Es erfordert ein koordiniertes Vorgehen der Verantwortlichen und Akteure auf Landes-, kommunaler und Schulebene", sagte Moritz. Grundsätzlich brauchten Schulen bei ihrer Präventionsarbeit die enge, kontinuierliche Unterstützung durch Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen. "Sie brauchen Zeit und Kompetenzen, um Beziehungen zu Schüler/innen wertschätzend zu gestalten", sagte Moritz.

Grundlegend sei ein Schulklima, das von gegenseitigem Respekt, Wertschätzung und Vertrauen zeuge. Aber auch die Gesellschaft müsse jungen Menschen Lebensperspektiven aufzeigen und ihnen vermitteln, dass sie gebraucht werden. "Dabei ist uns bewusst, dass alle Maßnahmen keine hundertprozentige Sicherheit vor solch massiven Gewaltausbrüchen garantieren können", so Moritz.

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GEW Baden-Württemberg

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