Schulleitungen machen Arbeit von Sekretärinnen

Die GEW spricht sich für mindestens eine halbe Stelle Leitungszeit für Schulleitungen und mehr Personal in den Sekretariaten aus. "Es darf nicht sein, dass Schulleiter und Schulleiterinnen nur damit beschäftigt sind, ihren Computer mit Statistiken über ihre Schüler zu füttern. Es muss genügend Zeit für die Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte bleiben", sagte am Mittwoch (19.03) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bei der Gründung einer landesweiten Arbeitsgruppe von Schulleiter/innen in der GEW. Die GEW organisiert in Baden-Württemberg die meisten Schulleiter/innen.

19.03.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

Schulleiter/innen brauchen nicht nur die Kompetenz, sondern auch die Zeit zur Leitung einer Schule. Dazu müssen die Sekretariate mit ausreichend Personal besetzt werden. "Die Gemeinden, Städte und Kommunen als Schulträger müssen dafür sorgen, dass administrative Aufgaben, die früher von der Schulverwaltung wahrgenommen worden sind, nicht weiter auf die Leiter/innen der Schulen abgewälzt werden. Die Qualität der Schulen zeichnet sich auch durch die Qualität der Schulleitung aus. Eine Schulleitung, die keine Zeit für die pädagogische Leitung hat, sondern nur verwalten muss, kann kaum zur Qualitätssicherung beitragen", so Dahlem.

Die Aufgaben im Rektorat sind an allen Schulen ähnlich. Vor allem an den kleinen Schulen sind Schulleiter Chefs, Sekretäre und Klassenlehrer in einem. Dadurch leidet die Attraktivität des Berufes. Es ist ein stetiger Rückgang bei den Bewerbungen auf freie Schulleiterstellen zu verzeichnen. "Wenn die Bedingungen zur Leitung einer Schule nicht besser werden und Schulleiter/innen die Schulleitung neben her machen müssen, wird es immer schwerer, die freien Stellen zu besetzen", sagte Dahlem.

Tarifrunde 2008: www.gew-bw.de

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GEW Baden-Württemberg

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