Schulrankings locken auf falsche Fährte

"Schulrankings locken Eltern auf eine falsche Fährte", reagiert der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger auf Äußerungen des Dortmunder Bildungsforschers Wilfried Bos.

31.01.2007 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

"Es ist nur so lange ein scheinbar attraktives Angebot an Eltern, solange nicht ihr Kind selbst mit standardisierten Tests maßgenommen wird. Der Testeritis muss Einhalt geboten werden", fordert Eckinger. Er könne die Freude von Bildungsforschern nicht nachvollziehen, alle Energie in die Verfeinerung von Messlatten zu stecken. "Auf der Strecke bleibt dabei die gerade im Oktober 2006 vereinbarte neue Lehr- und Lernkultur des Förderns und Forderns", warnt der VBE-Bundesvorsitzende.

"Es ist ein offenes Geheimnis, dass mit den Tests nur die "harten" Fächer erfasst werden, nicht aber die für die Persönlichkeitsbildung so wichtige musisch-ästhetische Bildung und Erziehung", betont der VBE-Bundesvorsitzende. "Die Anziehungskraft einer Schule wird wesentlich durch das schulische Klima gegenseitigen Respekts, durch zuverlässigen und interessanten Unterricht und durch eine gute Zusammenarbeit von Schule und Eltern geprägt. Land und Schulträger müssen die dafür notwendigen Bedingungen sichern." Eckinger unterstreicht: "Ein Schulranking verdeckt nicht gemachte Hausaufgaben der zuständigen Länder. Schulen für das Versagen der Politik an den Pranger stellen zu wollen, ist ein verheerender Denkansatz. Er könnte auch dazu führen, Eltern und Schule als Gegner zu positionieren."


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