Schulverbundsysteme im Saarland

Ab dem Schuljahr 2009/2010 wird es landesweit flächendeckende Schulverbundsysteme geben, die einen geordneten Weg zum Abitur in neun Jahren ermöglichen. Auf der Grundlage der von Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der Regierungserklärung vom September 2008 vorgestellten Kooperationsmöglichkeiten werden nun alle Erweiterten Realschulen und alle Gesamtschulen, die über keine eigenständige Oberstufe verfügen, eng mit benachbarten Gymnasien bzw. mit einem Oberstufengymnasium oder einer Gesamtschule mit eigenständiger Oberstufe kooperieren, um ihren Schülerinnen und Schülern den Weg zum Abitur in neun Jahren anzubieten. Die Schulverbundsysteme bauen auf bestehenden Strukturen auf. Grundlage der Verbundsysteme sind schriftliche Kooperationsvereinbarungen zwischen den am Verbund teilnehmenden Schulen.

16.12.2008 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Selbstverständlich können sich Schülerinnen und Schüler nach wie vor auch für eine andere Oberstufenschule entscheiden, wenn diese ihren Neigungen und Interessen besser entspricht.

Berufliche Gymnasien werden zu eigenständigen Oberstufengymnasien in Form von Abteilungen an den jeweiligen Berufsbildungszentren. Sie erhalten einen Abteilungsleiter und zwei Stellvertreter und werden künftig als Oberstufengymnasien ausgewiesen. Die Durchlässigkeit von den Erweiterten Realschulen in die gymnasiale Oberstufe wird ausgebaut und erhöht. Für alle anderen Schulformen ändert sich mit der künftigen Kooperation nichts am jetzigen Status, die heutigen Zeugnisregelungen bleiben bestehen.

Insgesamt stehen für die Schulverbundsysteme 18 Oberstufenkoordinatoren zur Verfügung.

Praxisempfehlungen für G8

Auf der Grundlage der von der Kultusministerkonferenz im Sommer festgelegten Stundenregelungen für die gymnasiale Schulzeit haben die Vereinigung der Oberstudiendirektoren und der Philologenverband Saar folgende Vorschläge erarbeitet:

  • in den Klassen fünf und sechs findet kein verpflichtender Nachmittagsunterricht statt (Ausnahme z. B. musikalischer Zweig),
  • an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht soll grundsätzlich in Doppelstunden unterrichtet werden,
  • Einhaltung entsprechender Pausenregelungen, um Schülerinnen und Schülern eine ausreichende Mittagspause zu garantieren,
  • Förderstunden zur individuellen Förderung,
  • Lehrerfortbildung im Fach Mathematik an den Schulen in Kooperation mit der Universität des Saarlandes.

Diese Vorschläge werden nun der Landeselternvertretung Gymnasien und den Schulen als Diskussionsgrundlage zur Verfügung gestellt. Je nach Rückmeldung wird dann zeitnah über eine verbindliche Einführung entschieden.


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