SPD macht sich mit Ladenhüter lächerlich

„Die SPD in Baden-Württemberg macht sich mit einem bildungspolitischen Ladenhüter aus Rheinland-Pfalz lächerlich. Offenbar ist die SPD nicht mehr in der Lage, seriöse und zukunftsweisende Bildungspolitik zu gestalten. Mit einer Kürzung der Eingangsgehälter für Lehrkräfte macht sie sich angesichts des Lehrermangels auch bei allen Eltern und Kindern unglaubwürdig“, sagte am Montag (15.01.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

15.01.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

In den nächsten zehn Jahren werden 38.000 Lehrerinnen und Lehrer im Südwesten pensioniert. „Die Landesregierungen der nächsten Jahre stehen vor der Aufgabe, diese Stellen mit gut ausgebildetem Nachwuchs zu besetzen und vor allem einen großen Lehrermangel in den Hauptschulen und Beruflichen Schulen zu verhindern. Die SPD wird mit dieser Politik aber auf absehbare Zeit keine Chance haben, Bildungspolitik in Baden-Württemberg mitzugestalten “, sagte Dahlem. Dahlem bedauert, dass die Argumente der Bildungspolitiker in der SPD-Fraktion offenbar ignoriert wurden. „Bildungspolitik ist das zentrale Politikfeld der Bundesländer. Die SPD hat hier seit der Landtagswahl keine eigenen Akzente setzen können. Mit dem Vorschlag zur Kürzung der Einstiegsgehälter wird dies weiter verschärft. Das ist Politik auf Kosten der jungen Generation“, sagte Dahlem.

Das SPD-Mitglied Dahlem sieht seine Partei in der Glaubwürdigkeitskrise. „Der Parteivorsitzende Kurt Beck fordert kräftige Lohnzuwächse bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, aber die Sozialdemokraten in Baden-Württemberg wollen bei den Jungen abkassieren. Wer eine ordentliche Unterrichtsversorgung nicht finanzieren will, soll das sagen, aber nicht auf dem Rücken des Lehrernachwuchses Haushaltslöcher stopfen“, so Dahlem.

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GEW Baden-Württemberg

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