Sprachförderung und soziale Integration von zugewanderten Kindern und Eltern - das Programm SIGNAL zeigt Ergebnisse

Im Jahr 2005 hat das Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur gemeinsam mit dem Landesverband Saar des DRK das Programm "SIGNAL" gestartet, um Kinder und Eltern mit Migrationshintergrund bereits in Kindergarten und Grundschule frühzeitig und individuell in der Sprache lebensweltnah zu fördern und ihnen bei der Integration zu helfen.

05.02.2009 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Im Mittelpunkt des Programms stehen drei Fördermodule mit differenzierten Sprachangeboten:

1. "Sprachpaten schenken Zeit":

ehrenamtliche Integrationsbegleitung und Sprachförderung wird mit dem Förderunterricht an der Grundschule gekoppelt. Die Mitarbeit von professionellen ehrenamtlichen Integrationsbegleitern ist ein bundesweit völlig neues Modell, das bereits in der Phase der Erprobung mit großem Erfolg angenommen wird.

2. "Ohne Eltern geht nichts":

über eine aktivierende Elternarbeit sollen die Beteiligung der Migranteneltern am Bildungsgeschehen mobilisiert, die Erziehungskompetenz gestärkt und die Sprachkompetenz in Deutsch als Zweitsprache handlungsorientiert verbessert werden. Innovativ sind hier insbesondere die Einrichtung von Eltern-Kind-Klassen in Grundschulen sowie gemeinsame Projektaktivitäten und Exkursionen.

3. "Frühes Sprachlernen in der Kindertagesstätte":

reicht von der individuellen Förderung bis zu Eltern-Kind-Lerngruppen. Die Einrichtung von acht Beratungskindergärten mit der Aufgabe der aufsuchenden Fachberatung unterstützt den Aufbau nachhaltiger Förderstrukturen.

Das saarländische Programm bündelt schulische und außerschulische Angebote und findet in enger Zusammenarbeit von Lehrern und Erziehern mit Eltern sowie außerschulischen Partnern statt.

Bis heute sind 21 Grundschulen und 100 Kindertagesstätten, 2.500 Kinder, 1.000 Eltern, 80 Sprachpaten sowie 100 Partner aus Schule, KiTa's und außerschulischem Umfeld an SIGNAL beteiligt.


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