Stabiles Anwahlverhalten

Rund 14.860 Schülerinnen und Schüler (2008: rund 13.700) haben sich nach derzeitigem Stand beim diesjährigen Anmeldeverfahren im Land Brandenburg mit Erstwunsch an weiterführenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft angemeldet.

13.03.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Insgesamt haben 218 Schulen, darunter 21 Gesamtschulen, 122 Oberschulen und 75 Gymnasien, am sogenannten Ü7-Verfahren teilgenommen. "Durch den Anstieg der Schülerzahlen und die möglichen Ausnahmeregelungen ist das Schulnetz in der Sekundarstufe I im Land Brandenburg – wie von mir bereits im vergangenen Herbst angekündigt – weitgehend stabil. Alle Gesamtschulen und Gymnasien und nahezu alle Oberschulen werden 7. Klassen einrichten können", so die Bilanz von Bildungsminister Holger Rupprecht. Für die Oberschul-Standorte in Gartz und Lychen (Landkreis Uckermark) zeichnet sich allerdings bereits jetzt deutlich ab, dass die Schülerzahl für eine Einrichtung von 7. Klassen nicht ausreichen wird.

Rund 34,8 Prozent der Schülerinnen und Schüler gaben als Erstwunsch eine O-berschule an – 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei der Anmeldung für das Gymnasium stieg die Quote in diesem Jahr auf 49,2 Prozent an (Vorjahr: 47,6 Prozent). Der Anteil der Erstwünsche für Gesamtschulen fiel hingegen geringfügig von 16,5 auf 16 Prozent.

Nicht alle Erstwünsche für das Gymnasium werden erfüllbar sein. Schülerinnen und Schüler, die auf das Gymnasium wollen, aber nicht die erforderlichen Kriterien erfüllen, müssen in den Probeunterricht. Die erforderlichen Kriterien sind die maximale Notensumme 7 im Halbjahreszeugnis sowie die Empfehlung zur Eignung für das Abitur im Grundschulgutachten. Der Probeunterricht wird an zwei Termi-nen im April stattfinden. Erst danach und nach Abschluss der Ausgleichskonferen-zen kann voraussichtlich Ende April eine endgültige Verteilung der Schülerinnen und Schüler auf weiterführende Schulen erfolgen und über die Einrichtung von 7. Klassen entschieden werden.

Für die Einrichtung von 7. Klassen an Oberschulen und Gesamtschulen gilt eine Mindestgröße von 40 Schülerinnen und Schülern. Einzelstandorte im ländlichen Raum können auch mit 30 Schülern an den Start gehen. Eine weitere Absenkung auf 24 ist ausnahmsweise dann möglich, wenn die Schule absehbar wieder auf 30 Schüler kommt.

Für die Einrichtung von 7. Klassen an Gymnasien gilt eine Mindestgröße von 54 Schülerinnen und Schülern. Eine Absenkung auf bis zu 40 ist ausnahmsweise dann möglich, wenn es keine Alternative in erreichbarer Entfernung gibt.


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