Stärkung der biomedizinischen Forschung an der Universität des Saarlandes

Nach einer Bauzeit von nur zwei Jahren ist das neue Forschungs- und Laborgebäude für die Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes in Homburg fertig gestellt. Im Beisein von Wissenschaftsminister Jürgen Schreier, Finanzstaatssekretär Gerhard Wack und Universitätspräsidentin Professorin Dr. Margret Wintermantel sowie zahlreicher Ehrengäste konnte das neue Gebäude am Donnerstag (15.9.05) seiner Bestimmung übergeben werden. Der dreigeschossige Bau mit einer Gesamtnutzfläche von rund 2 400 Quadratmetern hat 13,2 Mio. Euro gekostet und wird ausschließlich der biomedizinischen Forschung dienen. Die Investitionskosten für den Bau und die Einrichtung des Gebäudes tragen das Land und der Bund nach dem Hochschulbauförderungsgesetz jeweils zur Hälfte.

15.09.2005 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

"Mit diesem Gebäude erhält die Medizinische Fakultät der Universität ein hochmodernes Forschungsgebäude, mit dem sich die Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre auf dem Homburger Campus weiter verbessern werden", erklärte Wissenschaftsminister Jürgen Schreier. Das Gebäude sei ein wichtiger Baustein zur Stärkung von Grundlagen- und klinischer Forschung in der Medizinischen Fakultät. Leistungsstarke Forschergruppen erhielten damit ausgezeichnete Rahmenbedingungen, um ihre bereits drittmittelgeförderten Projekte weiter voranzutreiben.

Universitätspräsidentin Wintermantel betonte: "Ich freue mich über die Anstrengungen der Landesregierung, hier in Homburg wie auch in Saarbrücken für exzellente Forschung eine ideale Infrastruktur bereitzustellen. Das neue Gebäude mit seinen Labors, Praktikums- und Seminarräumen bedeutet eine weitere Stärkung unseres besonders profilbildenden und interdisziplinären Schwerpunkts der biomedizinischen Forschung. Auf diesem wichtigen Zukunftsgebiet, mit dem sich große Hoffnungen verbinden, finden Forscher und Studierende beste Arbeitsbedingungen, was sich unter den Besten unter ihnen sicherlich auch bald rumsprechen wird."

Die beiden Obergeschosse des Gebäudes umfassen jeweils eine Funktionseinheit mit je sechs Laboreinrichtungen. Im Erdgeschoss werden die allgemein zu nutzenden Räume untergebracht: Praktikumsräume, Seminarraum, PC-Arbeitsraum, Sekretariat, Multifunktionsbereich. Im Untergeschoss befinden sich Laborbereiche.

Die Forschungs- und Laborflächen werden interdisziplinär mit Arbeitsgruppen aus dem klinischen und dem theoretischen Bereich sowie mit Nachwuchsgruppen des Studienganges Human- und Molekularbiologie belegt. Die Zuweisung der Laboreinheiten erfolgt durch den Forschungsdekan der Medizinischen Fakultät nach Exzellenzkriterien und ist jeweils zeitlich befristet.

"Der heute seiner Bestimmung übergebene dreigeschossige Neubau ging nach einer europaweiten Ausschreibung aus der preisgekrönten Wettbewerbsarbeit unseres saarländischen Architektenbüros Prof. Bernhard Focht aus Saarbrücken hervor. Die Universität hat damit ein neues bauliches Highlight bekommen, das die heimische Bauwirtschaft exzellent erstellt hat", so Finanzstaatssekretär Wack.

Wie der Wissenschaftsminister weiter ausführte, folgten die Landesregierung und die Universität mit diesem Konzept den Anregungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates. Diese sehen eine stärkere interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie eine leistungsorientierte und zeitlich befristete Vergabe von Laborkapazitäten für zukunftsträchtige Forschungsschwerpunkte vor. "Die Mittel für das neue Forschungsgebäude sind daher eine gute Investition in die Zukunft", so Jürgen Schreier.


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