Start des Brandenburger Netzwerks "Demokratie leben und lernen"

Bildungsminister Holger Rupprecht hat heute drei Oranienburger Schulen den Titel "Programmschulen im Rahmen des Programms ?Hands across the campus?" verliehen. Das Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum sowie das Louise-Henriette- und das Runge-Gymnasium haben jeweils eigene Konzepte entwickelt, um ihre Schulen verstärkt zu demokratischen Handlungsorten zu entwickeln. Mit der Auszeichnung der Schulen startet auch das Brandenburger Netzwerk "Demokratie leben und lernen".

11.09.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"Diese drei Schulen haben es beispielhaft verstanden, sich mit ethischen Werten, pluralistischem Denken und demokratischem Handeln auseinanderzusetzen und dies in ihr Schulprogramm zu integrieren", lobt Bildungsminister Rupprecht. "Dazu gehört neben der Demokratisierung des Unterrichts auch die Integration der Schule in die außerschulische Umgebung." So organisiere das Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum etwa ein Schülerprojekt für Zivilcourage im Alltag, das Louise-Henriette-Gymnasium kooperiere generationsübergreifend mit einem Altenheim und das Runge-Gymnasium engagiere sich unter anderem bei Projekten in Israel, so Rupprecht.

Das so genannte Hands across the campus-Programm wurde von Experten in den USA entwickelt und ist Teil der "Civic Education". Es hat sich zum Ziel gestellt, eine schulübergreifende Atmosphäre des gegenseitigen Respekts und der Anerkennung von Vielfalt zu fördern. Schülerinnen und Schülern sollen Methoden zur Konfliktlösung aufgezeigt, ihre Selbstachtung gestärkt, ihr Respekt vor anderen Menschen und deren Meinungen gefördert werden. Ein auf diesem Konzept beruhendes und erprobtes Programm wurde für Deutschland adaptiert und seit 2003 in einem Kooperationsvorhaben des American Jewish Committee mit dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM) umgesetzt. Seit zwei Jahren wird es erfolgreich an Brandenburger Schulen erprobt. Die "Hands-Schulen" sind Bestandteil des Brandenburger Netzwerks "Demokratie leben und lernen", in dem sich Schulen zusammengeschlossen haben, um sich mit den Themen Demokratiepädagogik, Anti-Gewalt-Prävention, Rechtsextremismus und Antisemitismus auseinanderzusetzen, sich aber auch mit Fragen des Umweltschutzes und des globalen Lernens zu beschäftigen. Dieses Netzwerk nimmt jetzt seine Arbeit auf.

Die Schirmherrschaft für das Hands-Programm in Oranienburg hat Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke übernommen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.blk-demokratie.de/index.php?id=laender_bb oder unter www.bildungsserver.berlin-brandenburg.de/hands_across_the_campus0.html


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