Forderungen

„Steine aus dem Weg räumen“

Mit einem Appell zum Umgang mit der weiterhin schwierigen Personalsituation an den Schulen hat sich der tlv thüringer lehrerverband heute an die Öffentlichkeit gewandt.

06.11.2017 Thüringen Pressemeldung thüringer lehrerverband
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Der Landeshauptvorstand, das zweithöchste Beschlussgremium des Verbands, verabschiedete während seiner zweitägigen Klausur in Luisenthal den 16 Punkte umfassenden Forderungskatalog.

„Leider sind auch die jüngsten Ankündigungen der Landesregierung nur Scheinlösungen“, begründete der tlv-Landesvorsitzende Rolf Busch die Initiative. „Denn wenn man genau hinschaut, dann fällt auf: Eine langfristige Verbesserung der Situation ist nicht in Sicht. Auch die 600 zusätzlichen Einstellungen, von denen zuletzt die Rede war, sind nur befristet. Damit wird das Problem lediglich vertagt.“

Sorge bereite dem tlv auch, dass im Zuge der Diskussionen um die Gewinnung neuer Studenten und Seiteneinsteiger diejenigen aus dem Blick geraten könnten, die schon fertig ausgebildet sind, aber trotzdem keine Perspektive bekommen. „Uns laufen die Absolventen davon, weil sie anderswo früher eine Zusage bekommen. Manche haben weniger dringend gesuchte Fächer studiert und finden deshalb keine Stelle. Ich kenne Beispiele, in denen sich junge Kollegen über mehrere Jahre von Elternzeitvertretung zu Elternzeitvertretung hangeln müssen und keine gesicherte Zukunft haben. Es ist höchste Zeit, dass wir ihnen die Steine aus dem Weg räumen.“

In seinem Appell fordert der tlv konkrete Maßnahmen in den Bereichen Erfassung von Unterrichtsausfall, Umgang mit dem Bestandspersonal, Lehrerausbildung und Qualifizierung von Seiteneinsteigern. Neben einer realistischen Erfassung des tatsächlichen Stundenausfalls liegen die Schwerpunkte auf dem Abbau bürokratischer Hürden, der Anpassung des Ausbildungsprogramms an die derzeitige Situation und der Fairness im Umgang mit allen Beteiligten.


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