Lehrkräfte

tlv geht auf Kultusministerium zu

Auch wenn der tlv die Zahlen nicht überprüfen kann und in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, akzeptiert der Verband erfreut, dass das neue Schuljahr dadurch mit mehr aktiven Lehrern beginnt als das vergangene geendet hat. Der tlv nimmt ebenfalls zur Kenntnis, dass den Staatlichen Schulämtern im Rahmen des Einstellungsverfahren die Möglichkeit eingeräumt wurde, Stellen selbstständig zu wandeln. Damit war voraussichtlich ohne eine Verbeamtung die Summe von 500 Neueinstellungen zu erreichen.

20.08.2015 Pressemeldung thüringer lehrerverband

"Die teilweise prekäre Situation an vielen Thüringer Schulen wird damit aber nur unwesentlich entschärft", ist sich der stellvertretender tlv Landesvorsitzende Frank Fritze sicher. "Was nützen den Schulen neu eingestellte Lehrkräfte, deren Fächerkombinationen eigentlich nicht dringend gebraucht werden? Wenn sich dadurch tatsächlich eine Entspannung ergeben würde, wäre es ein ermutigendes Signal, wenn das sogenannte Monitoring-Verfahren zum Unterrichtsausfall sofort ausgesetzt wird. Auf öffentlichen Druck des tlv hat die Ministerin bereits im Februar erklärt, das Verfahren zu prüfen. Die Zeit ist reif, endlich Farbe zu bekennen", so der tlv Vize weiter.

Außerdem wäre es gut, wenn das Ministerium den Schulen gestatten würde, an der tlv Online-Befragung zum Unterrichtsausfall ohne die Einschränkung einer ministeriellen Kontrolle teilzunehmen. Der tlv sichert einen fairen Umgang mit den Daten zu und ist an einer Lösung des Problems im Sinne aller Beteiligten interessiert. Die Vorgängerregierung hatte der Teilnahme an der Umfrage nur zugestimmt, wenn die Rückmeldung der Daten über und in Abstimmung mit dem Leiter des zuständigen Staatlichen Schulamtes erfolgt.

Der tlv befürchtet weiterhin, dass die guten Nachrichten über die voraussichtlichen 500 unbefristeten und der 100 befristeten Einstellungen den Stellenabbau der letzten fünf Jahre nicht kompensieren werden. "Ein Aussetzen des unsäglichen Monitoring-Verfahrens und die unzensierte Online-Umfrage zum Unterrichtsausfall wären ein gutes Zeichen dafür, dass die Landesregierung wirklich glaubt, was sie versprochen hat", sagte Frank Fritze abschließend.


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