Übergang von Kita zur Grundschule wird verbessert

Die fünf Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen haben heute bei einer Fachveranstaltung in Berlin eine positive Bilanz des Projekts "TransKiGs" gezogen. In dem länderübergreifenden Projekt wurde in den vergangenen fünf Jahren nach Möglichkeiten gesucht, wie die Bildungs- und Erziehungsqualität in Kita und Grundschulen gestärkt und der Übergang zwischen beiden Bildungseinrichtungen effektiver gestaltet werden können.

16.11.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht und Berlins Bildungssenator Prof. E. Jürgen Zöllner lobten das Projekt als wegweisend. "'TransKiGs' hat gezeigt, dass ein optimaler Übergang von der Kita in die Grundschule nur möglich ist, wenn Kita-Erzieherinnen und Grundschullehrkräfte ständig voneinander lernen, miteinander gestalten und gemeinsam innovative Ideen entwickeln."

"TransKiGs" steht für "Stärkung der Bildungs- und Erziehungsqualität in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen - Gestaltung des Übergangs". An dem Projekt nahmen insgesamt 88 Kindertageseinrichtungen und 49 Grundschulen teil. Innerhalb des Projekts haben die fünf beteiligten Länder unterschiedliche Wege eingeschlagen, um den Übergang effektiver gestalten zu können:

  • Berlin hat Instrumente zur Kooperation von Kitas und Grundschulen erarbeitet. Ein Beispiel ist die Einrichtung der "INSEL", ein Raum, der Kinder von vier bis acht Jahren dazu anregen soll, sich mit Mathematik zu beschäftigen. Ein anderes Beispiel ist die "Brücke des Übergangs", bei der die Sprachentwicklung in einer Bewegungslandschaft gefördert wird.
  • Brandenburg hat einen Orientierungsrahmen für die Bildung in Kita und Schule erarbeitet, der aufzeigt, wie die Anschlussfähigkeit von vorschulischer und schulischer Bildung für Kinder gelingen kann.
  • Bremen hat in elf regionalen Verbünden die inhaltliche und pädagogische Arbeit zwischen Kita und Grundschule anhand exemplarischer Praxisprojekte aufeinander abgestimmt. Mit dem "Entwicklungsstern für den Übergang" wurde eine gemeinsame Form der Lernentwicklungsdokumentation erarbeitet und bewährte Praxisprojekte wie der Sprachparcours wurden in einer Handreichung zum Übergang zusammengefasst.
  • Nordrhein-Westfalen hat unter anderem eine repräsentative Befragung bei mehr als 550 Einrichtungen durchgeführt, die bei den Sprachstandsfeststellungen "Delfin 4" kooperieren.
  • Thüringen hat in sechs Kita-Schul-Tandems Konzepte zur Übergangsgestaltung entwickelt, erprobt und dokumentiert. Schwerpunkt ist das "Übergabegespräch", bei dem Pädagoginnen und Pädagogen aus Kita und Grundschule mit den Eltern und Kindern ein Gespräch führen, dessen Herzstück der Übergabebrief ist, den die Pädagoginnen aus der Kita dem Kind, den Eltern und der Lehrerin mit auf den weiteren Bildungsweg geben.

Die Koordinierung des Verbundprojektes unter Federführung des Landes Brandenburg erfolgte durch das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg (LISUM), weitere Unterstützung der Länder gab es durch Fachtagungen, Beratungen und eine gemeinsame Homepage.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.transkigs.de und www.bildungsserver.de/innovationsportal


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