Schulwahl

Übergangsquote auf Gymnasien rückläufig

Das Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen ist abgeschlossen. Insgesamt 23.526 Schülerinnen und Schüler werden in Schleswig-Holstein zum nächsten Schuljahr von der Grundschule auf eine weiterführende Schulart wechseln, das sind 156 weniger als im Vorjahr, gab das Ministerium vergangenen Donnerstag bekannt.

23.04.2019 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein
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Nachdem die Übergangsquote auf die Gymnasien in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen war, ist sie nun erstmals wieder rückläufig – 10.344 Schülerinnen und Schüler werden in den fünften Jahrgang eines der 99 Gymnasien im Land wechseln, das sind 624 (-5,7 Prozent) weniger als im Vorjahr. Insgesamt wechseln 44 Prozent des Jahrgangs auf ein Gymnasium. Im Vorjahr waren es noch 46,3 Prozent. Bildungsministerin Karin Prien führt das auf eine intensivere Beratung der Eltern zurück: „Die Schulartempfehlung, die wir zu diesem Jahr wieder eingeführt haben, ist für viele Eltern offensichtlich eine wichtige Entscheidungshilfe“, betonte sie. Dank der professionellen Unterstützung der Lehrkräfte hätten die Eltern einen besseren Blick auf die Leistungen und Möglichkeiten ihrer Kinder und die Durchlässigkeit unseres Schulsystems. Dies würden sie bei der Schulwahl entsprechend berücksichtigen. 

Dabei ist die Entwicklung der Anmeldezahlen an den Gymnasien in den Kreisen unterschiedlich stark ausgeprägt: Während die Anmeldezahlen im Plön (-19,2 Prozent) und in Neumünster (-13,9 Prozent) und in Kiel (-12,4 Prozent) besonders stark zurückgehen, so steigen sie gegen den Landestrend in den Kreisen Schleswig-Flensburg (+3,2 Prozent) und Steinburg (+1,5 Prozent) leicht an. Die Zahl der deutlichen Unterschiede bei Anmeldezahlen einzelner Schulen im Vergleich zum Vorjahr bleibt weiterhin sehr hoch. Karin Prien: „Das ist ein Indiz dafür, dass die Eltern von ihrem Recht auf freie Schulwahl intensiven Gebrauch machen.“

An den Gemeinschaftsschulen sind die Anmeldezahlen insgesamt leicht gestiegen, wobei die Nachfrage nach Schulplätzen an den 44 Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe (5.434 Anmeldungen) nach wie vor deutlich größer ist als das Angebot an Plätzen (4.578 Aufnahmen bei 856 Ablehnungen). Insgesamt steigt die Zahl der Aufnahmen an Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe um 188 Schülerinnen und Schüler (4,3 Prozent). An den 138 Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe im Land werden zum neuen Schuljahr insgesamt 8.604 Schülerinnen und Schüler aufgenommen, das sind 282 mehr als im Vorjahr (+3,4 Prozent). Auch hier gibt es deutliche regionale Unterschiede. Während sich in den Kreisen Nordfriesland (-10,9 Prozent) und Segeberg (-7,1 Prozent) Rückgänge abzeichnen, sind deutliche Zuwächse in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde (+17,0 Prozent) und Stormarn (+17,2 Prozent) und in den Städten Kiel (+13,8 Prozent), Flensburg (+8,8 Prozent) und Lübeck (+5,6 Prozent) zu beobachten.


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