Schleswig-Holstein

Unmut unter Lehrerinnen und Lehrern über Ministerinnenrede im Landtag

Kritik gab es von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an den Äußerungen von Bildungsministerin Waltraud "Wara" Wende im Landtag zur Inklusion in der vergangenen Woche.

25.03.2014 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

"Egal, wie die Bildungsministerin ihre Äußerungen gemeint hat: Viele Lehrerinnen und Lehrern sehen sie als mangelnde Unterstützung und Wertschätzung ihrer Arbeit. Sie fühlen sich durch die Bildungsministerin in ihrer Arbeit diskreditiert.", sagte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn am Montag, 24. März 2014 in Kiel. Für die Entwicklung des Bildungsklimas in Schleswig-Holstein hält er es für erforderlich, dass die Bildungsministerin ihre Äußerungen klarstellt. Noch wichtiger sei allerdings der überfällige Abschied der Landesregierung von den Stellenstreichungen im Schulbereich.

"Die Lehrerinnen und Lehrer in Schleswig-Holstein können nur schlecht ihrer wichtigen Arbeit nachgehen, wenn sie den Eindruck gewinnen, dass die zuständige Ministerin diese Arbeit nicht wertschätzt", kritisierte der GEW-Landesvorsitzende. Seit vielen Jahren litten die Lehrerinnen und Lehrer in Schleswig-Holstein unter den schlechten Arbeitsbedingungen. Bei vielen Lehrkräften führten die schlechten Bedingungen zu Arbeitsüberlastung und gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Zum Thema Inklusion meinte Matthias Heidn: "Hierin steckt eine besondere Brisanz. Viele Schulen sind nicht genügend darauf vorbereitet. Die GEW erwartet daher endlich von der Landesregierung die Schaffung guter Lern- und Arbeitsbedingungen sowie eine ausreichende Fortbildung für die Lehrkräfte." Nicht Eile, sondern Nachhaltigkeit und eine gute Ausstattung seien für einen schonenden Übergang zur inklusiven Schule nötig. Für erfolgreichen inklusiven Unterricht seien mindestens 1000 neue Lehrerstellen erforderlich.

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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