Baden-Württemberg

Unterrichtsausfall steigt - Kultusministerin bei der GEW

Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) hat vor der Landesdelegiertenversammlung (LDV) der Bildungsgewerkschaft "absolute Priorität für die Sicherung der Unterrichtsversorgung" zugesagt. Am Rande der LDV wurde bekannt, dass in drei der vier Regierungsbezirke Baden-Württembergs (Nordwürttemberg, Nord-/Südbaden) derzeit keine Vertretungsverträge mehr abgeschlossen werden können und den Schulen massiver Unterrichtsausfall droht.

19.04.2012 Pressemeldung GEW Baden-Württemberg

"Jetzt steht die Landesregierung im Wort, die bei der Kürzung der Schöpfmittel um 41 Millionen Euro versprochen hatte, dass trotzdem nicht mehr Unterricht ausfallen werde. Die Schulen brauchen sofort zusätzliche Mittel. Es wird den Eltern nicht zu vermitteln sein, wenn schon ein Jahr nach dem Regierungswechsel zu grün-rot die Schülerinnen und Schüler früher nach Hause geschickt werden müssen", sagte am Donnerstag (19.04.) in Sindelfingen Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die Kultusministerin erklärte vor der GEW, sie freue sich sehr darüber, dass der Landtag gestern die Gemeinschaftsschule im Land eingeführt und damit eine historische Entscheidung getroffen habe. Sie betonte insbesondere: "Die Einführung der Gemeinschaftsschule ist sehr gut vorbereitet." Auch für Details wie die Schulbauförderung und die Fortbildung seien längst Regelungen gefunden worden. Jetzt gehe es darum, mit den kommunalen Landesverbänden Absprachen zur regionalen Schulentwicklung zu treffen. Aber auch dieser Weg sei bereits eingeläutet. "Die Schulen können in dem Bewusstsein starten, dass alle Fragen rechtzeitig geklärt sind", erklärte die Ministerin.

Doro Moritz machte sich dafür stark, dass in den nächsten Wochen die offenen Fragen bei der Umsetzung der Reformen beantwortet werden. "Bisher fehlen klare Konzepte für die Finanzierung des Ausbaus von Ganztagsschulen. Die Werkrealschulen sollen ohne Lehrerstunden schwache und stärkere Jugendliche zu unterschiedlichen Abschlüssen führen, es fehlt ein Fortbildungskonzept für die weitere Einführung von Gemeinschaftsschulen und für Inklusion gibt es nicht die versprochenen Mittel", sagte Moritz.

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GEW Baden-Württemberg

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